Rekordumsatz, erhöhte Dividende, starke Guidance — und trotzdem hat sich die Aktie seit ihrem Hoch im August nahezu halbiert. Während der Kurs auf ein 52-Wochen-Tief zusteuert, bauen institutionelle Investoren ihre Positionen aus.

Amundi und BlackRock melden Bewegungen

Amundi S.A. hat zum 10. März 2026 die Drei-Prozent-Schwelle überschritten und hält nun 3,07 Prozent der stimmberechtigten Aktien — konkret 3.547.464 Stimmen. Kurz darauf folgte am 25. März eine weitere Stimmrechtsmitteilung von BlackRock, ausgelöst durch eine Schwellenberührung auf Tochterunternehmen-Ebene.

Beide Bewegungen fallen in eine Phase, in der der Titel mit rund 65 Euro deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten notiert. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei knapp 98 Euro — der Abstand ist erheblich.

Starke Zahlen, schwaches Sentiment

Operativ lieferte Nemetschek zuletzt ein starkes Jahr: Der Umsatz stieg 2025 um 19,7 Prozent auf 1,191 Milliarden Euro — erstmals in der Unternehmensgeschichte über der Milliardenmarke. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 31,2 Prozent. Für 2026 erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum von 14 bis 15 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von 32 bis 33 Prozent.

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Begleitet wird das von der dreizehnten Dividendenerhöhung in Folge: Zur Hauptversammlung am 21. Mai schlägt der Vorstand 0,68 Euro je Aktie vor, rund 24 Prozent mehr als im Vorjahr.

Barclays senkt Ziel, bleibt positiv

Der Kursrückgang hat seinen Ursprung weniger in den Unternehmenszahlen als in der Stimmung rund um den europäischen Softwaresektor. Barclays-Analyst Sven Merkt senkte das Kursziel am 13. März deutlich von 120 auf 95 Euro, behielt aber die Einstufung „Overweight" bei. Der Sektor reagiere weiter sensibel auf KI-Nachrichten, viele Investoren seien noch stark positioniert — die Bewertungen würden jedoch langsam wieder attraktiver. Jefferies sieht das ähnlich und bestätigte am 16. März seine Kaufempfehlung.

Nemetschek selbst begegnet den KI-Sorgen mit einem strukturierten Ansatz: Eigene Produktentwicklung, gezielte Akquisitionen und strategische Partnerschaften bilden die drei Säulen. Mit dem agentenbasierten Nemetschek AI Assistant soll KI entlang des gesamten Baulebenszyklus nutzbar gemacht werden — ein direktes Signal an skeptische Investoren.

Das Zahlenwerk überzeugt, die Guidance ist ambitioniert, und die Dividende wächst kontinuierlich. Ob die institutionellen Zukäufe den Beginn einer Kursstabilisierung markieren, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — der RSI von 33 deutet zumindest auf eine technisch überverkaufte Situation hin.

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