Die Deutsche Bank und ihre Fondstochter DWS haben einen Altersvorsorge-Report veröffentlicht, der strukturelle Schwächen im deutschen Rentensystem offenlegt — und dabei auch die eigene Wachstumsstrategie unterstreicht.

Frauen im Vorsorge-Rückstand

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Frauen erhalten laut Deutscher Rentenversicherung im Schnitt 1.394 Euro gesetzliche Rente pro Monat, Männer 1.809 Euro. Der Abstand entsteht vor allem durch Teilzeitarbeit und Familienpausen. Privat schließen Frauen diese Lücke kaum: Nur 49 Prozent haben eine private Altersvorsorge abgeschlossen, bei Männern sind es 57 Prozent. Noch deutlicher ist der Unterschied bei renditestarken Anlageformen — ETF-Sparpläne nutzen nur 19 Prozent der Frauen gegenüber 35 Prozent der Männer.

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Psychologische Hürden verstärken das Problem. 59 Prozent der befragten Frauen verbinden das Thema Altersvorsorge mit Angst, 71 Prozent empfinden die Produkte als zu kompliziert. Obwohl 57 Prozent mehr Unterstützung bei Finanzentscheidungen wünschen und 78 Prozent professionelle Beratung für entscheidend halten, hat die Mehrheit — 62 Prozent — noch nie ein solches Gespräch geführt.

Skepsis gegenüber der gesetzlichen Rente wächst

Das Vertrauen in die staatliche Altersvorsorge erodiert. 83 Prozent der Befragten halten die gesetzliche Rente nicht mehr für zukunftssicher — 2019 war es noch jeder Zweite. Dieser Vertrauensverlust trifft auf einen Markt, in dem privater Vorsorgebedarf strukturell ungedeckt bleibt.

Strategische Positionierung der Deutschen Bank

Für die Deutsche Bank ist der Report mehr als eine gesellschaftspolitische Studie. Das Privatkundengeschäft und Wealth Management gehören zu den erklärten Wachstumsfeldern des Konzerns. Symbolisch dafür steht die Berufung von DWS-Chef Stefan Hoops in den Konzernvorstand, die zum 1. Mai wirksam wird. Die engere Verzahnung von Vermögensverwaltung und Bankgeschäft ist Teil der Strategie, die bis 2028 die Deutsche Bank zum europäischen Champion im Bankgeschäft formen soll.

Ab 2026 plant der Konzern eine Ausschüttungsquote von 60 Prozent und peilt Erträge von rund 33 Milliarden Euro an. Die Aktie notiert mit einem Jahresverlust von gut 23 Prozent deutlich unter dem Januarhoch von 33,81 Euro — die Bewertung spiegelt damit noch nicht die strategischen Ambitionen wider, die das Management für die kommenden Jahre formuliert.

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