IonQ liefert plötzlich das, worauf viele bei Quantencomputing-Firmen lange warten: echte Umsätze in relevanter Größenordnung. 2025 war für das Unternehmen finanziell ein Wendepunkt – und gleichzeitig ein Jahr, in dem es die eigene Lieferkette und die Expansion in Europa offensiv angeht. Was steckt hinter dem Tempo, und wie belastbar ist das Wachstum?

2025: Umsatzsprung als Signal

IonQ meldete für 2025 einen GAAP-Umsatz von 130 Mio. US-Dollar – ein Plus von 202% gegenüber dem Vorjahr. Damit überschritt das Unternehmen als erstes börsennotiertes Quantum-Computing-Unternehmen die Marke von 100 Mio. US-Dollar Jahresumsatz. Das ist deshalb relevant, weil es den Abstand zwischen Forschungserzählung und kommerzieller Nachfrage verringert.

Besonders auffällig war das vierte Quartal: 61,9 Mio. US-Dollar Umsatz, 429% mehr als ein Jahr zuvor. Laut Unternehmen lag das deutlich über der eigenen Prognose. Ein weiteres Detail mit Aussagekraft: Kommerzielle Kunden steuerten 2025 mehr als 60% der Erlöse bei – ein Hinweis darauf, dass das Geschäft nicht nur von Forschungspartnern oder staatlichen Projekten getragen wird.

Trotz des Wachstums schrieb IonQ operativ weiterhin rote Zahlen: Der bereinigte Verlust je Aktie lag im vierten Quartal bei 0,20 US-Dollar. Gleichzeitig setzt das Management für 2026 eine hohe Messlatte mit einer Umsatzprognose von 225 bis 245 Mio. US-Dollar. Rückenwind gibt die Bilanz: Zum Jahresende 2025 lagen Cash und Investments bei 3,3 Mrd. US-Dollar.

Übernahme: Mehr Kontrolle über Hardware

Parallel zu den Zahlen kündigte IonQ eine strategisch wichtige Akquisition an. Das Unternehmen will SkyWater Technology übernehmen – als Cash-und-Aktien-Deal im Wert von rund 1,8 Mrd. US-Dollar.

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Der Kern der Logik: IonQ möchte sich dedizierte Chip-Fertigungskapazitäten in den USA sichern und stärker vertikal integrieren. Gerade in einem Hardware-getriebenen Zukunftsmarkt kann das ein Vorteil sein, weil es Abhängigkeiten reduziert und die Umsetzung der eigenen Technologie-Roadmap planbarer macht.

Europa: Quantenkommunikation im Live-Betrieb

Operativ gab es zudem Neuigkeiten aus Europa: IonQ meldete die erfolgreiche Implementierung von Technologie für die rumänische National Quantum Communication Infrastructure (RoNaQCI). Das Netzwerk zählt zu den größten operativen Quantum-Key-Distribution-(QKD)-Netzen Europas.

Konkret verbindet das System über 1.500 Kilometer zahlreiche Universitäten, Forschungsinstitute und Behörden in sechs großen Städten – mit 36 quantengesicherten Verbindungen. Geliefert wurde die Technik über die IonQ-Tochter ID Quantique. Ähnliche Projekte in der Region wurden zudem für die Slowakei und die Schweiz genannt.

Technologisch unterstrich IonQ den Anspruch mit einem Rekordwert: 99,99% Two-Qubit-Gate-Fidelity im Jahr 2025.

Zum Kursbild: In den vergangenen sieben Tagen legte die Aktie kräftig zu (+28,04%), liegt seit Jahresbeginn aber weiterhin im Minus (-13,03%) – ein Hinweis, dass der Markt zwar auf neue Impulse reagiert, das Jahr insgesamt jedoch noch nicht „repariert“ ist.

Unterm Strich kombiniert IonQ gerade drei Treiber in einem Paket: starkes Umsatzwachstum, eine Übernahme zur Absicherung der Hardware-Lieferkette und sichtbare Implementierungen in Europa. Der nächste konkrete Prüfstein für die Story ist nun, ob das Unternehmen die ambitionierte Umsatzspanne für 2026 (225 bis 245 Mio. US-Dollar) mit weiteren kommerziellen Abschlüssen und Projektumsetzungen untermauern kann.

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