MTU Aero Engines lieferte für das vergangene Geschäftsjahr zwar glänzende Rekordwerte ab, doch an der Börse herrscht Ernüchterung. Ein zurückhaltender Ausblick auf das laufende Jahr und eine Herabstufung durch Analysten bremsen die Euphorie der Anleger abrupt aus. Reicht die deutliche Dividendenerhöhung aus, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen?

Rekordjahr trifft auf vorsichtige Prognose

Operativ lief es für den Triebwerksbauer im Jahr 2025 hervorragend. Der bereinigte Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis sogar um 29 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zulegte. Besonders die operative Marge stach positiv hervor: Sie verbesserte sich deutlich von 14,0 auf 15,5 Prozent. Dennoch quittierte der Markt die Zahlen gestern mit deutlichen Abschlägen.

Verantwortlich für die Skepsis ist primär der Ausblick auf 2026. Das Management peilt ein operatives Ergebnis zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro an. Da der Mittelwert dieser Spanne kaum über dem Niveau von 2025 liegt, wird dies am Markt als Stagnation auf hohem Niveau gewertet. Nach dem starken Wachstum des Vorjahres hatten viele Anleger auf eine Fortsetzung der Dynamik gehofft.

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Analysten sehen Zyklus-Ende

Zusätzlichen Druck auf den Kurs löste eine Neubewertung durch Kepler Cheuvreux aus. Das Analysehaus stufte die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ herab. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass MTU das Ende des margengetriebenen Zyklus erreicht haben dürfte. Laut der Analyse fehlen derzeit die Treiber für weitere Anhebungen der Gewinnschätzungen, was das Potenzial für Kurssteigerungen kurzfristig begrenzt.

Die Reaktion im Handel fiel entsprechend deutlich aus. Mit einem Schlusskurs von 370,20 Euro am Donnerstag rutschte der Titel knapp unter den psychologisch wichtigen 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 372,04 Euro verläuft. Damit summiert sich der Kursrückgang innerhalb der letzten sieben Tage auf rund 7,9 Prozent.

Starkes Fundament trotz Gegenwind

Trotz der aktuellen Kurskorrektur bleibt die fundamentale Basis mit einem Auftragsbestand von 29,5 Milliarden Euro massiv. Die geplante Dividende von 3,60 Euro je Aktie – eine Steigerung um 64 Prozent – unterstreicht die deutlich verbesserte Cashflow-Situation des Konzerns.

Ob die Aktie ihren Boden findet, hängt nun maßgeblich davon ab, ob die Unterstützung im Bereich des jüngsten Tiefs von 365,50 Euro hält. Sollte diese Marke fallen, rückt das 100-Tage-Mittel bei 370,16 Euro als nächste charttechnische Bastion in den Fokus, während die Aktie mit einem RSI von 60,4 derzeit noch nicht als überverkauft gilt.

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