IonQ hat als erstes börsennotiertes Quantencomputing-Unternehmen die Marke von 100 Millionen Dollar Jahresumsatz durchbrochen. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen deutlich – sowohl beim Umsatz als auch beim Verlust pro Aktie. Die Aktie reagierte nachbörslich mit Kursgewinnen.

Umsatz verdreifacht sich

Das Unternehmen meldete für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatz von 130,0 Millionen Dollar – ein Plus von 202 Prozent gegenüber 43,1 Millionen Dollar im Vorjahr. Damit lag IonQ 20 Prozent über der Mitte der eigenen Prognose.

Im vierten Quartal kletterte der Umsatz um 429 Prozent auf 61,9 Millionen Dollar, verglichen mit 11,7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Konsensprognose der Analysten von 40,38 Millionen Dollar wurde deutlich übertroffen.

Der bereinigte Verlust pro Aktie fiel im vierten Quartal mit 0,20 Dollar merklich geringer aus als die von Analysten erwarteten 0,51 Dollar. Für das Gesamtjahr belief sich der bereinigte Verlust auf 0,60 Dollar je Aktie.

Kommerzielle Kunden und internationale Expansion

CFO und COO Inder Singh betonte, dass mehr als 60 Prozent des Umsatzes 2025 von kommerziellen Kunden stammten. Der internationale Anteil lag bei über 30 Prozent. Das organische Wachstum erreichte knapp 80 Prozent.

Zu den Geschäftshöhepunkten zählte die Erweiterung der Vereinbarung mit QuantumBasel auf über 60 Millionen Dollar über vier Jahre. Zudem verkaufte IonQ ein 100-Qubit-System der fünften Generation an das koreanische Institut KISTI.

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SkyWater-Übernahme und Rüstungsaufträge

Parallel zur Zahlenvorlage gab IonQ die geplante Übernahme des US-Halbleiterherstellers SkyWater Technology bekannt. Der Deal hat ein Volumen von rund 1,8 Milliarden Dollar und soll die gesamte US-Quantenindustrie mit Fertigungskapazitäten versorgen.

Zwei Tage vor der Bilanzvorlage wurde IonQ für das SHIELD-Vertragsprogramm der Missile Defense Agency ausgewählt. Der Rahmenvertrag hat ein Volumen von bis zu 151 Milliarden Dollar und ermöglicht es dem Unternehmen, sich um künftige Aufträge zu bewerben. Über 2.400 Unternehmen sind für dieses Programm zugelassen.

Ausblick auf 2026

Für das laufende Jahr stellt IonQ einen Umsatz zwischen 225 und 245 Millionen Dollar in Aussicht – ein Zuwachs von mindestens 73 Prozent. Im ersten Quartal rechnet das Management mit Erlösen zwischen 48 und 51 Millionen Dollar.

Der bereinigte EBITDA-Verlust soll 2026 auf 310 bis 330 Millionen Dollar steigen. Dieser Anstieg spiegelt die fortlaufenden Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Integration der Übernahmen wider. Ende 2025 verfügte IonQ über liquide Mittel und Investments von 3,3 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust lag im Gesamtjahr bei 510,4 Millionen Dollar.

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