Jahrelang kämpfte der US-Chipriese mit technologischen Verzögerungen, doch der Auftakt zur CES 2026 sendet ein starkes Signal der Stärke. Mit der offiziellen Einführung der „Panther Lake“-Prozessoren beweist Intel, dass die kritische 18A-Fertigungstechnologie endlich die Massenproduktion erreicht hat. Rückenwind erhält der Konzern zudem von einem prominenten Analysten-Upgrade, das die aktuelle Bewertung der Aktie als Chance begreift.

Analysten sehen Aufholpotenzial

Die Investmentbank Melius Research stufte die Aktie am Montag von „Hold“ auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 50 USD. Ausgehend vom gestrigen Schlusskurs bei 39,40 USD impliziert dies ein Aufwärtspotenzial von rund 27 Prozent. Analyst Ben Reitzes begründet diesen Optimismus vor allem mit der günstigen Bewertung: Intel wird derzeit etwa zum Zweifachen des Buchwerts gehandelt, während der Hauptkonkurrent TSMC mit dem 10,3-Fachen bewertet wird.

Ein wesentlicher Treiber für die Neubewertung ist die Bestätigung der Fertigungskompetenz. Das Upgrade verweist explizit auf die strategische Investition von Nvidia, das kürzlich eine Beteiligung von rund 4 Prozent an Intel erwarb. Marktbeobachter werten diesen Einstieg als Vertrauensbeweis in Intels Foundry-Geschäft und die Fähigkeit, Hochleistungschips in den USA zu fertigen.

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Technologischer Meilenstein erreicht

Die positive Stimmung wird durch Fakten untermauert: Die auf der CES präsentierten „Core Ultra Series 3“-Prozessoren sind die ersten Massenmarkt-Chips, die im fortschrittlichen 18A-Verfahren (unter 2nm) gefertigt werden. Damit besteht die „IDM 2.0“-Strategie von CEO Pat Gelsinger ihren vielleicht wichtigsten Praxistest.

Die neuen Chips versprechen nicht nur eine um 60 Prozent verbesserte Multi-Thread-Leistung, sondern zielen mit einer Akkulaufzeit von bis zu 27 Stunden direkt auf die Effizienz-Vorherrschaft im Laptop-Segment ab. Entscheidend für Anleger ist hierbei weniger die reine Leistungssteigerung, sondern der Nachweis, dass die Yield-Raten (Ausbeute) in der Fertigung stabil genug für hohe Volumina sind. Dies ist ein Schlüsselsignal für externe Kunden wie Microsoft oder Amazon, die Intels Fabriken nutzen wollen.

Vorsichtige Marktreaktion

Trotz der positiven Nachrichtenlage reagierten Anleger zunächst nervös. Die Aktie zeigte am Montag eine hohe Volatilität, gab anfängliche Gewinne wieder ab und schloss fast unverändert. Mit einem aktuellen Kurs von 39,40 USD notiert das Papier nur knapp unter dem frischen 52-Wochen-Hoch von 39,66 USD. Dass der Kursrutsch ausblieb und sich die Aktie deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt (24,83 USD) hält, deutet auf eine robuste technische Verfassung hin, wenngleich die Marktteilnehmer Beweise für eine nachhaltige Profitabilität abwarten.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Der Fokus verschiebt sich nun auf die konkrete Nachfrage. Während heute die Vorbestellungen starten, liefert erst der 29. Januar 2026 die entscheidenden finanziellen Eckdaten. An diesem Tag veröffentlicht Intel seine Quartalszahlen. Investoren werden dann prüfen müssen, ob die Prognosen für die Margen der neuen 18A-Produkte halten und ob sich die Pipeline für das Auftragsfertigungsgeschäft (Foundry) weiter gefüllt hat.

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