Intel setzt im KI-Rennen nicht nur auf eigene Entwicklungen, sondern holt sich zusätzliche Schlagkraft über einen Partner ins Haus. Mit SambaNova Systems arbeitet der Konzern künftig eng an KI-Lösungen für Unternehmen – und beteiligt sich zugleich an einer frischen Finanzierungsrunde des Startups. Was steckt hinter dem Schritt, und warum richtet Intel den Fokus ausgerechnet auf „Inference“?

Partnerschaft zielt auf KI-Inference

Intel hat eine mehrjährige strategische Kooperation mit SambaNova Systems angekündigt, einem Spezialisten für KI-Chips und Komplettsysteme. Parallel dazu beteiligte sich Intel Capital an der Series‑E‑Finanzierungsrunde von SambaNova, die insgesamt 350 Millionen US-Dollar einbrachte.

Kern der Zusammenarbeit: Unternehmen sollen KI-Inference – also das Ausführen von KI-Modellen im Alltag – kosteneffizienter betreiben können. Dafür wollen beide Seiten Intels Xeon-Prozessoren mit Sambas „Full‑Stack“-Systemen kombinieren. Geplant sind heterogene KI-Rechenzentren, in denen Intel neben CPUs auch GPUs, Netzwerk- und Speichertechnik einbringt und mit SambaNovas Plattform verzahnt.

Intel positioniert das als Ergänzung zu den eigenen GPU-Ambitionen. Gleichzeitig geht es um Alternativen im Inference-Markt, der laut Einschätzung im Quelltext weniger von einzelnen Playern dominiert ist als das Training großer Modelle.

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Konkurrenzdruck bleibt hoch

Der Vorstoß kommt in einer Phase, in der Intel im klassischen CPU-Geschäft weiter unter Wettbewerbsdruck steht. Laut Mercury-Research-Daten für das vierte Quartal 2025 lag Intels Stückanteil bei Desktop-CPUs bei 63,6%, während AMD auf 36,4% kam. Im Laptop-Segment hielt Intel 74% Stückanteil. Im gesamten x86-Markt (Desktop, Notebook und Server) erreichte AMD im selben Quartal mit 29,2% einen Rekordwert.

Ein anderes Bild zeigt eine spezielle Nische: In der Steam Hardware and Software Survey (Januar 2026) legte Intels CPU-Anteil unter Steam-Nutzern nach mehreren Rückgängen leicht um 0,25 Prozentpunkte auf 56,64% zu. Das ist kein Ersatz für die Gesamtmarkt-Daten, zeigt aber, dass sich in einzelnen Nutzergruppen zuletzt zumindest kurzfristig eine Stabilisierung abzeichnete.

Warum Inference jetzt im Fokus steht

Die Kooperation mit SambaNova ist Teil einer strategischen Verschiebung: Intel will stärker von der wachsenden Nachfrage nach KI-Inference profitieren. Konkret soll dabei auch SambaNovas neuer SN50-Chip eine Rolle spielen. Als erster Kunde wird SoftBank genannt, die den Chip in KI-Rechenzentren in Japan einsetzen will.

An der Börse bleibt Intel derweil gut unterstützt: Der Schlusskurs lag gestern (Dienstag) bei 39,16 Euro, seit Jahresanfang steht ein Plus von 16,55% zu Buche. Entscheidend für die nächsten Monate dürfte sein, ob Intel aus Partnerschaften wie dieser messbare Inference-Deployments im Enterprise-Umfeld ableiten kann – und damit neben dem CPU-Kerngeschäft ein zweites, wachsendes Standbein sichtbar macht.

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