Intel enttäuscht PC-Nutzer und Anleger mit einer deutlichen Anpassung der Produkt-Roadmap. Die Hoffnung auf einen baldigen Start der neuen "Nova Lake"-Prozessoren hat sich zerschlagen, der Release rutscht nun weit ins Jahr 2027. Während der Konzern Ressourcen massiv in Richtung KI-Server umschichtet, reagiert die Börse verschnupft auf die geänderte Zeitplanung.

Keine Hardware unterm Weihnachtsbaum

Berichten von TipRanks und Weibo zufolge wird die nächste große Desktop-Prozessor-Generation erst zur Technologiemesse CES 2027 erscheinen. Damit ist eine Veröffentlichung zum lukrativen Weihnachtsgeschäft vom Tisch. Die Reaktion der Märkte folgte prompt: Die Aktie geriet zum Wochenstart unter Druck und verlor am Montag fast 2 Prozent an Wert. Aktuell notiert das Papier bei 37,20 Euro und versucht, sich auf diesem Niveau zu stabilisieren.

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Vorrang für KI und Server

Hinter der Verzögerung steckt eine klare strategische Entscheidung. Intel verlagert Produktionskapazitäten vom klassischen PC-Geschäft ("Client Computing") hin zu Rechenzentren. Finanzberichte deuten darauf hin, dass der Konzern damit auf die explodierende Nachfrage nach Server-Prozessoren reagiert.

Die Versorgung der Enterprise-Sparte und der Aufbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz haben nun Vorrang vor Consumer-Chips. Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, bei dem Ressourcen zunehmend für den Aufbau komplexer KI-Systeme gebunden werden, während der klassische Desktop-Markt in die zweite Reihe rückt.

Teurer Umbau drückt auf die Margen

Diese Neuausrichtung fordert ihren finanziellen Tribut. Laut Daten von Quiver Quantitative belasten die hohen Ausgaben für den Ausbau der Foundry-Sparte – also der Auftragsfertigung für Dritte – und die KI-Wende kurzfristig die Profitabilität. Hinzu kommen steigende Speicherkosten, die zusätzlich auf die Margen drücken.

Mit der Verschiebung von "Nova Lake" auf 2027 setzt Intel nun alles auf die Karte "Data Center". Für Anleger bedeutet dies, dass die Umsätze aus dem PC-Segment kurzfristig weniger Impulse liefern werden, während der kapitalintensive Umbau des Konzerns die Geduld der Investoren weiter auf die Probe stellt.

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