Jahrzehntelang war Intel der unangefochtene Platzhirsch bei Computer-Prozessoren, doch diese Dominanz bröckelt zusehends. Nvidia begnügt sich nicht mehr mit der Marktführerschaft bei Grafikkarten, sondern dringt nun aggressiv in Intels Kerngeschäft vor. Diese neue Wettbewerbssituation drückt auf die Stimmung der Anleger, obwohl die jüngsten Geschäftszahlen des Halbleiter-Pioniers eigentlich solide ausfielen.

Angriff auf die Kernmärkte

Der größte Belastungsfaktor für die Intel-Aktie ist aktuell ein strategischer Deal zwischen Nvidia und Meta. Der Facebook-Konzern plant, Nvidias Grace-CPUs eigenständig in seinen Rechenzentren einzusetzen – also unabhängig von Grafikchips. Dies markiert einen direkten Einbruch in eine von Intels traditionellen Festungen im Server-Markt. Doch damit nicht genug: Berichten zufolge bereitet Nvidia auch den Einstieg in den Markt für Consumer-Laptops vor. Leaks deuten darauf hin, dass Lenovo bereits erste Geräte mit den neuen Nvidia-Prozessoren plant, was eine weitere Front gegen Intel eröffnen würde.

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Diese Nachrichtenlage hinterlässt Spuren im Kurs, der zuletzt deutlich nachgab und nun bei 36,72 Euro notiert. Dabei lieferte Intel operativ zuletzt ab: Der Umsatz im vierten Quartal 2025 lag mit 13,7 Milliarden Dollar am oberen Ende der Erwartungen. Das Problem ist jedoch nicht die Nachfrage, sondern das Angebot. Engpässe verhindern aktuell, dass Intel den boomenden Bedarf an Server-CPUs vollständig bedienen kann, was den Umsatzausblick auf das laufende Quartal dämpft.

Partner und Rivale zugleich

Die Situation ist komplex, da die Beziehung zwischen den Chip-Riesen mehrgleisig verläuft. Während Nvidia nun als direkter CPU-Konkurrent auftritt, hält das Unternehmen gleichzeitig Anteile an Intel und kooperiert bei Server-Systemen, die Nvidia-GPUs mit Intel-CPUs kombinieren. Finanziell steht Intel mit einem Cash-Polster von 37,4 Milliarden Dollar zwar stabil da, muss aber den Spagat zwischen dieser Partnerschaft und dem härter werdenden Wettbewerb meistern.

An der Wall Street herrscht indes Uneinigkeit über die Zukunftsaussichten. Zwar hat sich die Zahl der Kaufempfehlungen seit Dezember verdoppelt, doch die Kursziele gehen weit auseinander. Die enorme Spanne der Analystenschätzungen belegt, wie schwer die Erfolgsaussichten der Strategie derzeit einzuschätzen sind.

Für die weitere Kursentwicklung wird das zweite Halbjahr 2026 entscheidend sein. Dann muss Intel konkrete Kundenverpflichtungen für seine neue 14A-Fertigung vorweisen und den Umsatz im Bereich Advanced Packaging steigern. Zudem erwarten Anleger am kommenden Investor Day in Santa Clara klare Antworten darauf, wie der Konzern die Aktionärsrendite im Zuge des KI-Infrastruktur-Ausbaus sichern will.

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