Infineon Aktie: Glückliche Gesichter!
Infineon legt beim Kapitalmanagement nach – und zwar mitten in einer Phase, in der der Konzern parallel kräftig investiert und Zukäufe tätigt. Seit dem 23. Februar läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm, das klar zweckgebunden ist. Doch was sagt dieser Schritt über die aktuelle Strategie und die finanzielle Schlagkraft aus?
Rückkauf: klarer Zweck, enger Zeitplan
Infineon will bis zu 4 Millionen eigene Aktien für insgesamt bis zu 200 Millionen Euro über die Börse zurückkaufen. Die Transaktionen laufen über Xetra und sollen spätestens bis zum 27. März 2026 abgeschlossen sein.
Wichtig: Das Programm dient ausschließlich der Bedienung bestehender Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Die zurückgekauften Aktien werden Beschäftigten, Vorstandsmitgliedern sowie Führungskräften verbundener Unternehmen zugeteilt. Ein unabhängiges Kreditinstitut führt die Käufe im Auftrag durch und entscheidet eigenständig über die Zeitpunkte einzelner Rückkäufe. Grundlage ist die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Februar 2023, die Rückkäufe bis 15. Februar 2028 erlaubt.
Im Vergleich zu früheren Programmen bewegt sich das Volumen im Mittelfeld: Im Herbst 2025 lag der Rahmen bei bis zu 37 Millionen Euro (750.000 Aktien), 2024 waren es bis zu 300 Millionen Euro (7 Millionen Aktien).
Strategiemonat Februar: Dividende, Verträge, Deals
Der Rückkauf ist nur ein Baustein in einem auffällig dichten Nachrichtenmonat. Auf der Hauptversammlung am 19. Februar beschlossen die Aktionäre eine stabile Dividende von 0,35 Euro je Aktie und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat. Ebenfalls am selben Tag meldete Infineon die vorzeitige Vertragsverlängerung von CEO Jochen Hanebeck und CFO Dr. Sven Schneider.
Operativ hatte der Konzern bereits am 4. Februar Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Oktober bis Dezember 2025) vorgelegt: 3,662 Milliarden Euro Umsatz, 655 Millionen Euro Segmentergebnis und eine Segmentmarge von 17,9%. Für das zweite Quartal stellte das Management – bei einem angenommenen EUR/USD-Kurs von 1,15 – rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht.
Parallel dazu erhöhte Infineon die Investitionsplanung für das laufende Geschäftsjahr auf rund 2,7 Milliarden Euro (zuvor 2,2 Milliarden Euro). Laut Reuters hängt das mit dem Ausbau von Fertigungskapazitäten für Stromversorgungslösungen in KI-Rechenzentren zusammen.
Auch anorganisch wurde nachgelegt: Für 570 Millionen Euro übernimmt Infineon das nicht-optische Analog-/Mixed-Signal-Sensorportfolio von ams OSRAM. Das Geschäft soll 2026 rund 230 Millionen Euro Umsatz beitragen und ab Closing gewinnsteigernd wirken; rund 230 Mitarbeitende wechseln mit. Am 16. Februar kam außerdem eine strategische Zusammenarbeit mit BMW rund um die „Neue Klasse“ hinzu – Infineon liefert Lösungen für zentrales Computing, Hochgeschwindigkeits-Konnektivität und Powermanagement.
Einordnung: Investitionen hoch – Kurs auf Rekord
Auffällig ist die Kombination aus hohen Investitionen, der 570-Millionen-Euro-Akquisition und dem Rückkaufprogramm. Laut Prognose vom 4. Februar erwartet Infineon für das Geschäftsjahr 2026 einen bereinigten freien Cashflow von rund 1,4 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von rund 1,0 Milliarden Euro.
An der Börse spiegelt sich die positive Gemengelage derzeit in Stärke: Heute notiert die Aktie bei 47,83 Euro und markiert damit ein neues 52‑Wochen‑Hoch. Der Kurs liegt zudem spürbar über dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 41,91 Euro – ein Hinweis darauf, dass der Aufwärtstrend zuletzt die Oberhand behalten hat.
Am 26. Februar tritt Infineon auf der SIG Fifteenth Annual Technology Conference in New York auf; in den kommenden Wochen folgen weitere Investorenkonferenzen. Bis spätestens 27. März soll zudem das Rückkaufprogramm abgeschlossen sein – dann wird sichtbar, wie zügig der Konzern den 200‑Millionen‑Euro‑Rahmen tatsächlich nutzt.
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