Infineon zieht gleich mehrere Hebel: Ein neues Aktienrückkaufprogramm ist gestartet, parallel laufen höhere Investitionen in KI-nahe Kapazitäten und eine frische Übernahme. Die Botschaft dahinter ist klar: Der Konzern will Wachstum finanzieren und zugleich die eigene Aktienbasis für Mitarbeiterprogramme sichern. Doch was steckt konkret hinter dem Rückkauf – und warum kommt er ausgerechnet jetzt?

Rückkauf bis Ende März

Seit dem 23. Februar läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 200 Millionen Euro. Geplant ist der Erwerb von bis zu 4 Millionen eigenen Aktien über Xetra, spätestens bis zum 27. März soll das Programm abgeschlossen sein.

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Wichtig dabei: Die zurückgekauften Aktien sind ausschließlich für bestehende Mitarbeiterbeteiligungsprogramme vorgesehen – also für Beschäftigte, Vorstände und Geschäftsführer verbundener Unternehmen. Ein unabhängiges Kreditinstitut führt die Käufe im Auftrag aus und entscheidet eigenständig über das Timing.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt das deutlich größer aus. Das Programm 2025 umfasste 750.000 Aktien bei rund 25 Millionen Euro (Ø 33,04 Euro). 2024 lag das Maximum bei 300 Millionen Euro und bis zu 7 Millionen Aktien (Ø 33,27 Euro).

Rückenwind aus KI und M&A

Der Rückkauf trifft auf eine Phase, in der Infineon den KI-Trend operativ stärker adressiert. Im ersten Geschäftsquartal 2026 (Oktober bis Dezember 2025) meldete der Konzern 3,662 Milliarden Euro Umsatz bei einer Segmentergebnis-Marge von 17,9%. Gleichzeitig erhöhte Infineon den Investitionsplan für das Gesamtjahr 2026 auf rund 2,7 Milliarden Euro (zuvor 2,2 Milliarden Euro).

Der zusätzliche Investitionsschub soll vor allem in Fertigungskapazitäten für Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren fließen. Im Fokus steht dabei der schnellere Hochlauf der neuen Smart Power Fab in Dresden, deren Eröffnung für den Sommer 2026 vorgesehen ist. Für das KI-Geschäft nennt Infineon zudem Umsatzziele von rund 1,5 Milliarden Euro für 2026 und rund 2,5 Milliarden Euro für 2027.

Parallel treibt der Konzern Zukäufe voran: Anfang Februar wurde die Übernahme des nicht-optischen Analog/Mixed-Signal-Sensorportfolios von ams OSRAM für 570 Millionen Euro angekündigt. Das Geschäft soll 2026 rund 230 Millionen Euro Umsatz beisteuern und laut Infineon ab dem ersten Tag gewinnsteigernd wirken. Zur Finanzierung platzierte das Unternehmen am 10. Februar Anleihen über insgesamt 2 Milliarden Euro; Standard & Poor’s bestätigte das Rating BBB+ mit stabilem Ausblick.

Kurs nahe Rekord – nächste Termine

Heute notiert die Aktie bei 46,90 Euro und markiert damit das 52-Wochen-Hoch. Auf der Hauptversammlung wurde zudem eine stabile Dividende von 0,35 Euro je Aktie beschlossen; außerdem kündigte der Aufsichtsrat an, die Verträge von CEO Jochen Hanebeck und CFO Sven Schneider vorzeitig bis 2032 verlängern zu wollen.

Operativ geht der Blick bereits nach vorn: Für das zweite Geschäftsquartal 2026 erwartet Infineon laut Prognose rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz. Die nächsten Quartalszahlen sind vorläufig für den 6. Mai 2026 angesetzt.

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