ImmunityBio Aktie: Anktiva treibt
ImmunityBio liefert Zahlen, die Anleger aufhorchen lassen. Der Umsatz mit der Immuntherapie Anktiva ist 2025 stark angesprungen – und der Konzern schiebt parallel die internationale Zulassungsschiene an. Doch der schnelle Ausbau hat seinen Preis: Unterm Strich schreibt das Unternehmen weiter rote Zahlen.
Anktiva-Umsatz wächst rasant
Laut Mitteilung von gestern kam ImmunityBio 2025 auf rund 113 Mio. US-Dollar Netto-Produktumsatz mit Anktiva. Das entspricht einem Plus von etwa 700% gegenüber dem Vorjahr. Auch das Absatzvolumen zog deutlich an: Die verkauften Einheiten stiegen laut Unternehmen um 750%.
Im vierten Quartal lagen die Netto-Produktumsätze bei rund 38,3 Mio. US-Dollar. Gegenüber dem Vorquartal war das ein Plus von 20%, im Jahresvergleich ein Sprung um 431%. Gleichzeitig verringerte sich der Quartalsverlust auf etwa 62 Mio. US-Dollar; der Verlust je Aktie lag bei -0,06 US-Dollar. Damit verbesserte sich das Ergebnis je Aktie das dritte Quartal in Folge.
Am Berichtstag zog zudem das Handelsvolumen stark an: Mehr als 85 Mio. Aktien wechselten den Besitzer, mehr als doppelt so viel wie im Schnitt der vergangenen drei Monate. In der Spitze markierte der Titel heute ein neues 52‑Wochen-Hoch bei 11,00 US-Dollar; die Marktkapitalisierung näherte sich laut mehreren Berichten rund 9,7 Mrd. US-Dollar.
Europa und Saudi-Arabien: Expansion nimmt Fahrt auf
Die Zahlen folgen auf eine Reihe wichtiger Schritte der vergangenen Tage. Am 18. Februar meldete ImmunityBio eine bedingte Marktzulassung der EU-Kommission für Anktiva in Kombination mit BCG bei BCG-unempfindlichem, nicht muskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC) mit Carcinoma in situ. Die Zulassung gilt für alle 27 EU-Staaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein.
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Insgesamt ist Anktiva laut Unternehmensangaben damit in vier Regulierungsräumen für 33 Länder zugelassen: USA (FDA-Zulassung im April 2024), Großbritannien (MHRA im Juli 2025), Saudi-Arabien (SFDA-Beschleunigung im Januar) und nun die EU (bedingt im Februar). Bemerkenswert dabei: Die saudische Zulassung umfasst laut ImmunityBio auch eine beschleunigte, bedingte Genehmigung bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) in Kombination mit Checkpoint-Inhibitoren – die erste regulatorische Freigabe jenseits von Blasenkrebs.
Für den Europa-Start baut das Unternehmen die Vertriebsstruktur aus. Am 19. Februar wurde eine Vertriebspartnerschaft mit Accord Healthcare sowie eine irische Tochter in Dublin zur Unterstützung der Kommerzialisierung angekündigt. Zudem soll ein 85-köpfiges Vertriebsteam für Europa bereitstehen. In Saudi-Arabien meldete ImmunityBio am 20. Februar außerdem Partnerschaften mit Biopharma und Cigalah Healthcare für den Markteintritt.
Wachstum kostet Geld – und das bleibt sichtbar
Trotz der stark steigenden Produktumsätze ist ImmunityBio noch nicht profitabel. Der Nettoverlust für 2025 lag bei rund 351 Mio. US-Dollar. Treiber bleiben hohe Investitionen, unter anderem in Forschung und Entwicklung: Allein im vierten Quartal fielen dafür laut Berichten rund 64 Mio. US-Dollar an. Parallel skaliert das Unternehmen seine kommerziellen Aktivitäten in mehreren Regionen – mit entsprechendem Cash-Abfluss.
Wie nachhaltig ist das aktuelle Tempo? Das hängt laut den Angaben des Unternehmens vor allem davon ab, ob die Expansion in neuen Märkten operativ reibungslos gelingt und weitere Zulassungs- und Indikationsschritte folgen.
Zum Fahrplan zählen mehrere konkret benannte Meilensteine: eine geplante BLA-Einreichung für BCG-naive Blasenkrebs-Patienten bis zum vierten Quartal 2026 (Rekrutierung laut ImmunityBio bereits zu über 85% erreicht), Gespräche mit der FDA über einen beschleunigten Zulassungspfad in Lungenkrebs im Laufe von 2026, die ausstehende FDA-Prüfung nach einer Nachreichung zu papillärem NMIBC (zusätzliche Informationen im Januar eingereicht) sowie ein FDA-Termin zu rekombinantem BCG im März.
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