ImmunityBio legt für 2025 deutlich schnelleres Wachstum vor: Mit seiner Krebsimmuntherapie ANKTIVA erzielte das Unternehmen rund 113 Mio. US-Dollar Nettoproduktumsatz – etwa 700% mehr als im Vorjahr. Parallel treibt der Konzern die internationale Vermarktung voran und will in insgesamt 33 Ländern präsenter werden. Doch schafft der Umsatzschub schon die Wende bei den roten Zahlen?

ANKTIVA trägt mehr zum Umsatz bei

Im vierten Quartal 2025 stieg der Nettoproduktumsatz auf 38,3 Mio. US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 431% gegenüber dem Vorjahresquartal und einem Zuwachs von 20% gegenüber dem dritten Quartal. Damit lag ImmunityBio leicht über der Markterwartung von 37,8 Mio. US-Dollar.

Auch die Stückzahlen legten stark zu: Für das Gesamtjahr meldete das Unternehmen ein Absatzvolumen von 3.745 Einheiten, rund 750% mehr als ein Jahr zuvor.

Verluste bleiben hoch – F&E treibt Kosten

Trotz des Umsatzanstiegs schrieb ImmunityBio im vierten Quartal einen Nettoverlust von 61,9 Mio. US-Dollar (0,06 US-Dollar je Aktie). Im Vorjahresquartal lag der Verlust bei 59,2 Mio. US-Dollar.

Treiber der Verschlechterung waren vor allem höhere Forschungs- und Entwicklungskosten. Diese stiegen im Quartal um 28,7 Mio. US-Dollar auf 63,9 Mio. US-Dollar. ImmunityBio begründete das unter anderem mit einer einmaligen Abschreibung auf Sachanlagen in Höhe von 14,0 Mio. US-Dollar, höheren Produktionskosten sowie ausgeweiteten klinischen Studienaktivitäten.

Auf Jahressicht verringerte sich der Nettoverlust dagegen auf 351,4 Mio. US-Dollar (0,38 US-Dollar je Aktie), nach 413,6 Mio. US-Dollar im Jahr 2024. Unterstützt wurde das durch den Umsatzanstieg und niedrigere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten: SG&A sank um 18,8 Mio. US-Dollar auf 150,0 Mio. US-Dollar.

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Expansion: Zulassungen und Vertriebspartner

ANKTIVA ist laut Unternehmen inzwischen in vier Regulierungsräumen zugelassen:

  • USA: FDA-Zulassung (April 2024)
  • Großbritannien: MHRA-Zulassung (Juli 2025)
  • Saudi-Arabien: beschleunigte SFDA-Zulassung (Januar) für Blasenkrebs und metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC)
  • EU: bedingte Marktzulassung der EU-Kommission (Februar) in 27 EU-Staaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein

Saudi-Arabien war dabei laut Mitteilung die erste Region weltweit, die ANKTIVA auch für Lungenkrebs genehmigte.

Für den Vertrieb baut ImmunityBio neue Strukturen auf: In Europa arbeitet das Unternehmen mit Accord Healthcare zusammen und setzt dabei auf eine 85-köpfige Verkaufsmannschaft in 30 Ländern. Für Saudi-Arabien und die weitere MENA-Region wurden Partnerschaften mit Biopharma und Cigalah Healthcare gemeldet. Zusätzlich gründete ImmunityBio Tochtergesellschaften in Dublin und in Saudi-Arabien zur Unterstützung der internationalen Aktivitäten.

Zum Jahresende 2025 verfügte ImmunityBio über 242,8 Mio. US-Dollar an Barmitteln, Barmitteläquivalenten und marktfähigen Wertpapieren (Ende 2024: 149,8 Mio. US-Dollar). Den standen Verbindlichkeiten von rund 1,0 Mrd. US-Dollar gegenüber, darunter eine wandelbare Anleihe gegenüber nahestehenden Parteien im Wert von 477,1 Mio. US-Dollar sowie eine „Revenue Interest“-Verbindlichkeit von 324,6 Mio. US-Dollar. Das ausgewiesene Eigenkapitaldefizit lag bei minus 500,5 Mio. US-Dollar.

Im operativen Fahrplan nannte das Unternehmen unter anderem eine randomisierte Studie bei BCG-naiven Patienten, die sich der vollständigen Rekrutierung nähert, mit geplanter BLA-Einreichung im vierten Quartal 2026. Für März ist zudem ein FDA-Termin zum rekombinanten BCG (rBCG) angesetzt, parallel ist eine Einreichung bei der SFDA geplant. Außerdem läuft seit Februar eine Phase-2-Studie zu einer CAR-NK-Zelltherapie (ResQ215B) bei indolenten Lymphomen.

In den nächsten Quartalen wird sich damit vor allem an zwei Punkten messen lassen, ob der Wachstumsschub trägt: ob die internationalen Markteinführungen Umsatz in größerer Breite liefern – und ob die Kostenentwicklung, insbesondere in der Forschung und Entwicklung, dabei unter Kontrolle bleibt.

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