LVMH Aktie: Arnault greift zu
Inmitten einer herausfordernden Marktphase setzt Bernard Arnault ein deutliches Zeichen der Stärke. Die Gründerfamilie des Luxusgüter-Weltmarktführers hat Hunderte Millionen Euro investiert, um ihre Kontrolle über den Konzern weiter auszubauen. Doch genügt dieser massive Vertrauensbeweis, um die Aktie nach einem schwierigen Jahresstart nachhaltig zu stabilisieren?
Strategischer Ausbau der Kontrolle
Die Familie Arnault nutzt die jüngste Kursschwäche für eine signifikante Aufstockung ihrer Anteile. Zwischen dem 28. Januar und dem 4. Februar 2026 erwarben die Familienholdinggesellschaften rund 757.000 Aktien des eigenen Unternehmens. Das Investitionsvolumen für diesen Schritt belief sich auf etwa 407 Millionen Euro. Mit dieser Transaktion überschreitet die Familie nun auch beim Kapitalanteil die wichtige Schwelle von 50 Prozent, während sie bei den Stimmrechten bereits fast 65 Prozent kontrolliert.
Dieser Schritt kommt nicht überraschend, sondern setzt eine Ankündigung von Konzernchef Bernard Arnault auf einer Investorenkonferenz Ende Januar konsequent um. Marktbeobachter werten den Kauf als Signal an institutionelle Anleger, dass die Eigentümer trotz eines vorsichtigen Ausblicks für das Geschäftsjahr 2026 vom langfristigen Potenzial des Unternehmens überzeugt sind.
Nachfolgeplanung im Fokus
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Der Aktienkauf erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Forderungen nach Transparenz bei der Unternehmensnachfolge. Nachdem das Alterslimit für den CEO bereits angehoben wurde, kristallisiert sich die künftige Struktur der zentralen Familienholding Agache heraus: Sie soll nach Arnaults Ausscheiden zu gleichen Teilen von seinen fünf Kindern geführt werden. Diese klare Regelung soll Unsicherheiten beseitigen und die langfristige Strategie des Konzerns absichern.
Charttechnik hellt sich auf
Die Börse reagierte erleichtert auf die Insiderkäufe. Die LVMH-Aktie konnte sich von ihren Tiefstständen lösen und notiert aktuell bei 565,40 Euro, was einem Tagesplus von 1,80 % entspricht. Besonders relevant für technisch orientierte Anleger ist die Rückeroberung des 200-Tage-Durchschnitts, der derzeit bei 546,53 Euro verläuft. Ein Halten dieser Marke gilt als wichtiges Indiz für eine mögliche Bodenbildung.
Dennoch bleibt das übergeordnete Bild angespannt: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 11,90 %. Der Weg zum 52-Wochen-Hoch von 693,40 Euro ist damit noch weit. Die massiven Zukäufe der Familie Arnault fungieren in dieser Situation als psychologische Unterstützung, da sie suggerieren, dass die Insider das aktuelle Kursniveau als attraktive Einstiegsgelegenheit betrachten.
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