ImmunityBio Aktie: Doppelschlag in Europa
ImmunityBio legt ein bemerkenswertes Expansionstempo vor. Innerhalb weniger Tage nach der EU-Zulassung für das Krebsmedikament ANKTIVA hat das Biotech-Unternehmen Vertriebspartnerschaften in Europa und Saudi-Arabien geschlossen. Die schnelle Umsetzung zeigt: Das Management will die Kommerzialisierung zügig vorantreiben.
Accord Healthcare übernimmt EU-Vertrieb
Am 19. Februar gab ImmunityBio die Partnerschaft mit Accord Healthcare bekannt. Der Vertriebspartner wird ANKTIVA in 30 europäischen Ländern vermarkten – mit einer eigenen Vertriebsmannschaft von 85 Mitarbeitern. Parallel dazu hat ImmunityBio eine Tochtergesellschaft in Dublin gegründet, um die europäische Strategie zu steuern.
Grundlage ist die bedingte Marktzulassung der EU-Kommission vom 18. Februar 2026. ANKTIVA wird in Kombination mit BCG bei nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs eingesetzt, wenn BCG nicht mehr wirkt. Laut Unternehmen werden jährlich etwa 157.000 Menschen in der EU und UK mit dieser Krebsform diagnostiziert, davon 10 bis 20 Prozent mit der zugelassenen Indikation.
Mit der EU-Zulassung ist ANKTIVA nun in vier großen Märkten zugelassen: USA (April 2024), Großbritannien (Juli 2025), Saudi-Arabien (Januar 2026) und EU (Februar 2026) – insgesamt 33 Länder.
Saudi-Arabien als Ausgangspunkt für MENA-Region
Einen Tag später folgte die nächste Meldung: ImmunityBio kooperiert mit Biopharma und Cigalah Healthcare für den Vertrieb in Saudi-Arabien und der MENA-Region. Innerhalb von 60 Tagen soll ANKTIVA dort verfügbar sein. Die saudi-arabische Arzneimittelbehörde hat bereits eine Registrierungsbescheinigung mit Preisfestlegung erteilt.
ImmunityBio hat zudem eine hundertprozentige Tochtergesellschaft in Saudi-Arabien gegründet. Das Unternehmen befindet sich in Gesprächen mit den Behörden in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, um ANKTIVA für weitere Indikationen jenseits von Lungen- und Blasenkrebs zuzulassen.
FDA-Nachreichung und laufende Studien
Im Rahmen der EU-Bekanntgabe teilte ImmunityBio mit, dass die FDA zusätzliche Daten zum papillären Blasenkrebs angefordert hatte. Diese Daten hat das Unternehmen eingereicht und wartet nun auf die Prüfung durch die Behörde. Eine randomisierte Studie bei BCG-naiven Patienten steht kurz vor dem Abschluss der Rekrutierung.
Rechtliche Wolke am Horizons
Am 20. Februar kündigte die Anwaltskanzlei Pomerantz eine Untersuchung im Interesse von ImmunityBio-Investoren an. Details wurden nicht genannt, doch solche Untersuchungen können die Reputation belasten und rechtliche Risiken nach sich ziehen.
Kurs und Marktdaten
Die Aktie schloss am 20. Februar bei 8,70 Dollar. Am Tag der EU-Zulassung – dem 18. Februar – sprang der Kurs um knapp 42 Prozent von 6,02 auf 8,54 Dollar. Am 20. Februar erreichte die Aktie intraday ein neues 52-Wochen-Hoch von 9,25 Dollar. Die Spanne der vergangenen zwölf Monate reicht von 1,83 bis 9,25 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 8,57 Milliarden Dollar. Anfang März werden die Quartalszahlen erwartet.
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