CSL Aktie: Allianz mit Eli Lilly
CSL Limited geht in die Offensive: Nach enttäuschenden Quartalszahlen und einem Führungswechsel sichert sich das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit dem US-Pharma-Riesen Eli Lilly. Der Deal um den Antikörper Clazakizumab bringt nicht nur eine sofortige Millionen-Zahlung, sondern soll auch die risikoreiche Medikamenten-Pipeline effizienter gestalten. Doch reicht diese Kooperation aus, um das Vertrauen der Anleger nach dem jüngsten Kursrutsch zurückzugewinnen?
Strategische Aufteilung der Entwicklungschancen
Am 18. Februar besiegelten beide Unternehmen eine exklusive Lizenzvereinbarung für Clazakizumab. CSL erhält vorab eine Zahlung von 100 Millionen US-Dollar und wahrt sich die Chance auf weitere Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen. Strategisch ist vor allem die Aufteilung der Einsatzgebiete bemerkenswert: Während Eli Lilly den Antikörper für Autoimmun- und Entzündungskrankheiten weiterentwickelt, behält CSL die exklusiven Rechte für die Prävention kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit chronischem Nierenversagen.
Mit diesem Schritt lagert CSL erhebliche Entwicklungsrisiken in fremden Indikationen aus, ohne die Kontrolle über das Kerngebiet der Nierentherapien zu verlieren. Dort führt das Unternehmen derzeit die wichtige Phase-3-Studie POSIBIL6ESKD durch. Die Zusammenarbeit ermöglicht es, Kapital gezielter in die eigenen Spezialgebiete zu lenken, während Eli Lilly seine Position im Wettbewerb mit Konzernen wie Novo Nordisk und Novartis stärkt.
Stabilisierung nach dem Ergebnisschock
Die Nachricht über die Partnerschaft kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für das Unternehmen. Erst in der Vorwoche belasteten schwache Halbjahreszahlen und hohe Abschreibungen den Kurs massiv, was den Nettogewinn zeitweise um rund 81 Prozent einbrechen ließ. Parallel dazu befindet sich das Management in einer Übergangsphase: Interim-CEO Gordon Naylor hat das Ruder übernommen, nachdem Paul McKenzie das Unternehmen verlassen hat.
Trotz der strategischen Fortschritte zeigt sich der Kurs derzeit noch verhalten. Mit einem aktuellen Stand von 91,50 Euro notiert das Papier am heutigen Freitag leicht im Minus, was den Druck nach dem jüngsten Jahrestief unterstreicht. Marktbeobachter werten die schnelle Monetarisierung von Clazakizumab dennoch als notwendigen Schritt, um das Portfolio zu straffen und den Fokus wieder auf das profitable Plasmageschäft sowie die Kernbereiche der Tochtergesellschaften CSL Behring und CSL Vifor zu richten.
Rückkäufe und Dividenden im Blick
Um den Aktienkurs in der aktuellen Schwächephase zu stützen, setzt CSL weiterhin massiv auf Kapitalrückzahlungen. Allein am 19. Februar wurden im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms knapp 70.000 weitere Anteile erworben. Ein Blick auf den Kalender zeigt zudem ein wichtiges Datum für Dividendenjäger: Am 10. März ist der Ex-Tag für die angekündigte Zwischendividende von 1,30 US-Dollar je Aktie, die Auszahlung ist für den 9. April 2026 geplant.
Die Partnerschaft mit Eli Lilly verschafft CSL kurzfristigen finanziellen Spielraum und schärft das strategische Profil in einem schwierigen Marktumfeld. Für die Bewertung der Aktie wird nun entscheidend sein, ob die laufende Phase-3-Studie die erhofften Ergebnisse liefert und wie konsequent der Interims-Vorstand die operative Erholung vorantreibt. Die nächsten Meilensteine bei der klinischen Entwicklung werden zeigen, ob die Allianz den gewünschten langfristigen Wert für die Aktionäre generieren kann.
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