Der Umbau des Industrieriesen gewinnt an Kontur und überzeugt zunehmend auch skeptische Marktbeobachter. Nachdem die Aktie über Monate hinweg eine hohe Volatilität zeigte, sorgt nun eine frische Einschätzung der Investmentbank Jefferies für neue Dynamik. Die Experten sehen in den laufenden Restrukturierungsmaßnahmen nicht nur Sparpotenzial, sondern einen konkreten Hebel für höhere Kurse.

Klares Signal: "Buy" statt "Hold"

Die Analysten von Jefferies vollzogen am Freitag einen deutlichen Strategiewechsel und stuften die Thyssenkrupp-Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Ausschlaggebend für diesen Optimismus sind angepasste Gewinnschätzungen, die über den Erwartungen des breiten Marktes liegen. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert die Bank nun ein bereinigtes EBIT von 846 Millionen Euro – ein Wert, der den Konsens von 795 Millionen Euro spürbar übertrifft. Auch für 2027 schraubten die Experten ihre Erwartungen nach oben, während die Umsatzprognosen weitgehend stabil blieben.

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An der Börse wurde dieser Vertrauensbeweis honoriert. Das Papier kletterte heute um 5,33 % auf 11,36 Euro. Damit setzt sich die bemerkenswerte Erholung der letzten zwölf Monate fort, in denen der Titel um fast 92 % zulegen konnte und sich weit vom 52-Wochen-Tief bei 5,93 Euro entfernte.

Konzernumbau als Kurstreiber

Rückenwind erhält die Aktie primär durch die operative Neuaufstellung unter CEO Miguel Lopez. Im Zentrum der aktuellen Spekulationen steht die Sparte Materials Services, die für mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes verantwortlich zeichnet. Das Management prüft hierbei sämtliche Optionen: Ein Börsengang, ein Verkauf oder eine Abspaltung könnten noch im laufenden Jahr realisiert werden. Das Unternehmen äußerte sich zuversichtlich, diesen Unternehmensteil erfolgreich am Kapitalmarkt platzieren zu können, sobald die Rahmenbedingungen stimmen.

Diese Maßnahmen sind Teil einer breiteren Strategie, die auch Gespräche über einen Verkauf der Stahlsparte und die Verselbstständigung des Marinegeschäfts umfasst. Jefferies hob in der Analyse zudem den substanziellen Wert der verbliebenen Beteiligung an tk Elevator hervor, der als stabilisierender Faktor in der Bilanz wirkt.

Cashflow und Dividende im Blick

Trotz der positiven Stimmung bleiben operative Herausforderungen bestehen. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern aufgrund hoher Einmalkosten für die Restrukturierung weiterhin mit einem negativen freien Cashflow. Als Signal an die Aktionäre schlägt das Management dennoch eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie vor. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun sein, wie schnell Thyssenkrupp die angekündigten Portfolio-Maßnahmen in verbindliche Verträge ummünzen kann, um den Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 13,24 Euro weiter zu verringern.

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