IBM hat einen bedeutenden Auftrag vom US-Verteidigungsministerium an Land gezogen. Der IT-Konzern wird weltweit elektronische Preisschilder in Militär-Supermärkten modernisieren – Vertragsvolumen bis zu 112 Millionen Dollar über fünf Jahre. Eine positive Nachricht für die zuletzt gebeutelte Aktie.

Das steckt hinter dem Auftrag

IBM übernimmt die Modernisierung der Electronic Shelf Label (ESL) Systeme für die Defense Commissary Agency (DeCA). Konkret geht es um die Aufrüstung in 177 Militär-Supermärkten in den USA sowie die Neuinstallation in 58 Standorten verteilt über 12 Länder weltweit. Der Auftrag umfasst Hardware-Wartung, Software-Lizenzen, Sicherheitsupdates und Schulungen. Die internationalen Installationen sollen Anfang 2026 beginnen.

Die elektronischen Preisschilder ermöglichen Echtzeit-Preisanpassungen und sollen die Einkaufserfahrung für Militärangehörige und deren Familien verbessern. Für IBM bedeutet der Auftrag planbare Umsätze über mehrere Jahre hinweg – ein stabilisierender Faktor in einem volatilen Marktumfeld.

Turbulente Wochen für IBM

Die Meldung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Erst Anfang der Woche verzeichnete die IBM-Aktie einen dramatischen Einbruch von 13 Prozent an einem einzigen Tag – der stärkste Rückgang seit über zwei Jahrzehnten. Auslöser war eine Ankündigung des KI-Unternehmens Anthropic: Dessen Claude Code-Tool soll künftig veraltete COBOL-Systeme modernisieren können – ein Geschäftsfeld, das bislang fest in IBMs Hand lag.

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Die Marktreaktion wirkte überzogen. UBS stufte die Aktie am Mittwoch von "Sell" auf "Neutral" hoch und verwies auf ein wieder ausgewogeneres Chance-Risiko-Profil nach dem Kursrutsch. Seit Jahresanfang hat die Aktie rund 22 Prozent verloren.

Cybersecurity im Fokus

Parallel zum DeCA-Auftrag veröffentlichte IBM seinen X-Force Threat Intelligence Index für 2026. Der Bericht dokumentiert einen massiven Anstieg von Cyberangriffen, bei denen Kriminelle KI-Tools nutzen, um Sicherheitslücken in öffentlich zugänglichen Anwendungen auszunutzen. IBM positioniert sich damit als Anbieter für KI-gestützte Sicherheitslösungen – ein wachsender Markt, der zusätzliches Umsatzpotenzial verspricht.

Der Militärauftrag zeigt, dass IBM trotz KI-Konkurrenz im Modernisierungsgeschäft weiterhin Großkunden gewinnt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Konzern die COBOL-Herausforderung meistert und seine Position im Legacy-Geschäft verteidigen kann.

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