Leonardo Aktie: Ziele übertroffen
Leonardo liefert zum Abschluss seiner dreijährigen Transformation starke Vorab-Zahlen – und übertrifft dabei die eigene Jahresprognose auf ganzer Linie. Gleichzeitig rückt ein lange erwarteter Hubschrauberauftrag in Großbritannien näher, der für den Standort Yeovil wichtig wäre. Warum reagiert die Aktie trotzdem mit Gegenwind?
Starke Zahlen – und ein klarer Schwerpunkt
Laut Mitteilung zum Geschäftsjahr 2025 legte der italienische Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzern bei zentralen Kennzahlen zweistellig zu. Die Neuaufträge stiegen auf 23,8 Mrd. Euro (+14,5%), der Umsatz auf 19,5 Mrd. Euro (+10,9%). Besonders wichtig: Mit einem Book-to-bill von 1,2 kamen mehr neue Bestellungen herein, als umgesetzt wurden – ein Signal für anhaltend gut gefüllte Auftragsbücher.
Auch die Profitabilität zog an. EBITA kletterte auf 1,75 Mrd. Euro (+18,2%), die Marge (Return on Sales) verbesserte sich von 8,4% auf 9,0%. Beim Free Operating Cash Flow meldete Leonardo 1,0 Mrd. Euro (+20,5%).
Parallel investierte der Konzern kräftig in die Zukunft: Die F&E-Ausgaben stiegen auf 3,0 Mrd. Euro, rund 15% des Umsatzes.
Bilanz wird leichter, Auftragsbestand bleibt schwer
Ein zentraler Punkt aus Investorensicht ist die deutlich sinkende Verschuldung: Die Nettoverschuldung fiel auf 1,0 Mrd. Euro – 44,2% weniger als Ende 2024. Leonardo führt das vor allem auf die starke Cash-Generierung zurück, zusätzlich half der Verkauf des Geschäfts „Underwater Armaments & Systems“ mit 446 Mio. Euro Erlös.
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Operativ zeigt sich die Stärke breit: Alle fünf Sparten steigerten den Umsatz. Beim Auftragseingang stach Aeronautics mit +55% besonders heraus, ausgelöst durch einen größeren Auftrag innerhalb des Segments. Der Auftragsbestand von 47 Mrd. Euro sorgt zudem für mehrjährige Visibilität bei den Erlösen – ein wichtiger Stabilitätsanker in einem oft projektgetriebenen Geschäft.
Großbritannien: Hubschrauber-Deal vor Entscheidung
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt Leonardo durch eine Meldung von Bloomberg: Die britische Regierung soll innerhalb weniger Tage einen lange verzögerten Hubschraubervertrag für das Werk in Yeovil bekanntgeben. Das Programm „New Medium Helicopter“ soll laut Bericht ein Volumen von rund 1 Mrd. Pfund haben.
Bemerkenswert: Leonardo ist laut der Berichterstattung inzwischen alleiniger Bieter, nachdem Lockheed Martin und Airbus 2024 ausgestiegen waren. CEO Roberto Cingolani stellte Analysten demnach zeitnah „in ein, zwei Tagen“ Klarheit in Aussicht.
Zum Marktbild passt, dass die Aktie heute trotz der starken Vorab-Zahlen um 2,92% auf 57,18 Euro nachgab. Ein konkreter nächster Orientierungspunkt folgt bereits: Am 12. März will Leonardo in Rom ein Update zum Industrieplan liefern.
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