IBM Aktie: KI-Schock löst Crash aus
IBM galt lange als defensive Bastion im Tech-Sektor, doch diese Woche wurde der Konzern von der disruptiven Kraft der künstlichen Intelligenz eingeholt. Ein neues KI-Tool von Anthropic greift direkt das lukrative Geschäft mit der Modernisierung alter Unternehmenssysteme an und sorgte für den heftigsten Tagesverlust der IBM-Aktie seit über 25 Jahren. Anleger fragen sich nun: Ist das erst der Anfang vom Ende des klassischen, arbeitsintensiven Beratungsgeschäfts?
Angriff auf das Geschäftsmodell
Auslöser für den massiven Abverkauf war die Vorstellung von „Claude Code“ durch das KI-Labor Anthropic. Die Software zielt spezifisch auf die Modernisierung veralteter IT-Infrastrukturen ab und verfügt über die Fähigkeit, COBOL-Code auf Mainframes automatisiert zu bearbeiten. Für IBM ist dies ein direkter Treffer ins Mark: Die Wartung und Modernisierung solcher „Legacy“-Systeme war bisher ein verlässlicher Umsatzbringer, der auf komplexen, manuellen Dienstleistungen basierte.
Die Reaktion der Märkte fiel brutal aus. Am 23. Februar stürzte die Aktie um 13,2 Prozent ab – der stärkste Tagesverlust seit Oktober 2000. Innerhalb kürzester Zeit lösten sich rund 31 Milliarden US-Dollar an Börsenwert in Luft auf. Investoren fürchten, dass KI-Agenten die bisherigen Geschäftsmodelle schneller obsolet machen als erwartet und die Einnahmen aus der Systempflege wegbrechen könnten.
Struktureller Wandel bedroht Umsätze
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?
Der Markt preist derzeit eine fundamentale Verschiebung hin zu KI-nativer Infrastruktur ein. Laut aktuellen Prognosen von Gartner dürften bis Ende dieses Jahres bereits 40 Prozent der Unternehmensanwendungen über aufgabenspezifische KI-Agenten verfügen. Dies stellt traditionelle IT-Infrastrukturen und die darauf basierenden Beratungsrahmenwerke in Frage, da autonome Coding-Tools menschliche Arbeit zunehmend ersetzen und Dienstleister zu neuen Preismodellen zwingen.
Zum Wochenausklang konnte sich das Papier leicht stabilisieren, nachdem IBM einen Militärauftrag über 112 Millionen US-Dollar für die Defense Commissary Agency vermeldete. Doch dieser Erfolg konnte die strukturellen Sorgen kaum lindern, was sich auch im Kursverlauf widerspiegelt: Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von rund 17,5 Prozent zu Buche.
Der militärische Auftrag ist zwar ein positives Signal, ändert jedoch nichts an der neuen Realität im Kernsektor. Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun eindeutig auf der Geschwindigkeit, mit der autonome KI-Tools die Margen im klassischen Servicegeschäft erodieren lassen. IBM steht unter massivem Druck, zu beweisen, dass es dieser technologischen Disruption mit eigenen, wettbewerbsfähigen Lösungen begegnen kann.
IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:
Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








