IBM Aktie: Neubewertung
Manchmal ist eine Herabstufung nicht das Ende der Geschichte, sondern der Startpunkt für eine nüchternere Neubewertung. Genau das passiert gerade bei IBM: Nach deutlicher Schwäche sieht UBS das Chance-Risiko-Verhältnis wieder ausgeglichener. Dazu kommen Signale aus dem Unternehmen selbst – und ein paar Nachrichten, die zeigen, wo IBM gerade Schwerpunkte setzt.
UBS zieht die Reißleine – nach unten ist viel eingepreist
UBS hat IBM am Mittwoch von „Sell“ auf „Neutral“ hochgestuft. Das Kursziel blieb bei 236 US-Dollar. Der Kern der Begründung: Nach der Underperformance gegenüber dem S&P 500 und dem spürbaren Rücksetzer im laufenden Jahr seien viele der bisherigen Kritikpunkte inzwischen im Kurs angekommen.
Genannt wurden dabei vor allem Sorgen über eine nicht immer gleichmäßige Umsetzung (Execution) und eine zuvor als anspruchsvoll wahrgenommene Bewertung. Aus Sicht der UBS hat sich das Bild damit von „zu teuer bei zu vielen Risiken“ hin zu „Risiken weitgehend eingepreist“ verschoben.
Mainframe-Debatte: Schreckmoment – dann Gegenargumente
Ein wichtiger Hintergrund für die jüngste Nervosität war ein Impuls von außen: Die KI-Firma Anthropic hatte in Aussicht gestellt, dass KI dabei helfen könnte, alte COBOL-Systeme zu modernisieren. Das löste am Markt die Sorge aus, IBMs Mainframe-Geschäft könnte stärker unter Druck geraten.
Nach dem Kursrutsch folgte allerdings eine teilweise Erholung. Begründung: Einige Analysten verwiesen darauf, dass Mainframes in Bereichen wie Sicherheit und Zuverlässigkeit weiterhin klare Vorteile haben. Die Debatte ist damit nicht vom Tisch – aber sie wirkt weniger einseitig, als es die erste Marktreaktion nahelegte.
Interne Käufe und ein Regierungsauftrag
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Am selben Tag wie das UBS-Upgrade gab es zudem Insider-Signale: Zwei Direktoren kauften IBM-Aktien. Michelle J. Howard erwarb 50 Aktien, Michael Miebach 434 Aktien. Das ist kein Beweis für eine Trendwende, aber es ist zumindest ein nachvollziehbares Indiz, dass auf diesem Kursniveau intern nicht nur abgewartet wird.
Operativ meldete IBM außerdem einen Auftrag der Defense Commissary Agency (DeCA). Der Vertrag hat ein Maximalvolumen von 112 Millionen US-Dollar über bis zu fünf Jahre und soll Preisanzeigen in weltweit betriebenen Commissaries modernisieren.
UBS bleibt trotz aller Baustellen eher konstruktiv: Erwartet wird in den kommenden Jahren ein organisches Umsatzwachstum von 3% bis 4%. Als Gegenwind nennt die Bank unter anderem ein nachlassendes Wachstum bei Red Hat sowie Unsicherheit im Consulting-Geschäft im Zuge von KI-Veränderungen.
Beim Blick auf den Kurs zeigt sich: Trotz des heutigen Plus von 1,24% liegt die Aktie in den vergangenen 30 Tagen mit -16,58% deutlich im Minus.
Zum Branchenkontext passte auch ein weiteres Update vom Mittwoch: IBM veröffentlichte den „2026 X-Force Threat Intelligence Index“. Der Bericht betont einen Anstieg von Cyberangriffen, die grundlegende Sicherheitslücken ausnutzen – beschleunigt durch den Einsatz von KI-Tools durch Angreifer.
Am Markt dürfte sich damit in den nächsten Wochen vor allem eine Frage zuspitzen: Stabilisiert sich das Vertrauen in die Mainframe-Basis, während Red Hat und das Consulting die nächste Wachstumsphase finden müssen – oder bleibt der Bewertungsabschlag bestehen, weil diese beiden Bereiche weiter für Unsicherheit sorgen?
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