Hensoldt liefert künftig weitere Radartechnik für Europas Luftverteidigung – und bekommt dafür Rückenwind aus der European Sky Shield Initiative (ESSI). Der neue Auftrag ist nicht nur ein Umsatzbaustein, sondern passt genau in ein Umfeld, in dem viele Staaten ihre Beschaffung beschleunigen. Doch wie stark kann Hensoldt dieses Wachstum künftig überhaupt noch aus eigener Kraft bedienen?

Auftrag über 100 Millionen Euro

Wie das Unternehmen am 2. Februar meldete, hat Diehl Defence Bestellungen im Wert von über 100 Millionen Euro platziert. Geliefert werden TRML-4D Luftüberwachungsradare samt Wartungs- und Trainingspaketen. Die Systeme fließen in das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM ein und gehen an mehrere Teilnehmerstaaten der ESSI-Initiative.

Technisch setzt Hensoldt beim TRML-4D auf AESA-Technologie. Laut Unternehmensangaben kann das Radar rund 1.500 Ziele in einem Radius von bis zu 250 Kilometern erfassen und verfolgen; zudem habe es sich in der Ukraine mit „außergewöhnlich guter Aufklärungsleistung“ bewährt.

Wichtige Fakten im Überblick:
- Auftraggeber: Diehl Defence
- Auftragsvolumen: > 100 Mio. €
- Inhalt: TRML-4D Radare + Wartung/Training
- Einsatz: Integration in IRIS-T SLM, Lieferung an ESSI-Staaten

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Kapazitäten: Produktionsstart in Ulm ab 2027

Parallel zum Auftrag zieht Hensoldt beim Ausbau nach. Ab 2027 soll an einem neuen Standort in Ulm die Fertigung des TRML-4D starten. Geplant ist eine Jahresproduktion von etwa 1.000 Einheiten. Im ESSI-Kontext verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits über Verträge für mehr als 150 Radare verschiedener Typen.

Am Markt kommt das Thema Kapazität nicht zufällig auf: Nach der starken Entwicklung der Aktie wirkt zuletzt schon eine kurze Verschnaufpause durch. Der Schlusskurs am Dienstag lag bei 80,45 €, in den vergangenen 7 Tagen ging es um 7,10% nach unten.

Zahlen untermauern den Wachstumskurs – nächste Daten kommen bald

Die bisher kommunizierten Kennzahlen aus den ersten neun Monaten 2025 zeigen, warum neue Großaufträge derzeit auf fruchtbaren Boden fallen: Der Auftragseingang stieg auf 2,017 Mrd. €, der Auftragsbestand erreichte mit 7,096 Mrd. € einen Rekord. Der Umsatz kletterte auf 1,536 Mrd. €, das bereinigte EBITDA auf 211 Mio. €.

Für 2025 stellt Hensoldt ein Book-to-Bill von 1,6x bis 1,9x, einen Umsatz von rund 2,5 Mrd. € und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 18% in Aussicht. Der nächste konkrete Gradmesser folgt schon bald: Am 26. Februar 2026 veröffentlicht das Unternehmen die vorläufigen Zahlen für 2025, der vollständige Geschäftsbericht folgt am 26. März 2026.

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