Heute legt OMV die Bilanz für 2025 vor – und damit endet auch die seit dem 21. Januar laufende Stillhaltefrist. Entscheidend wird, ob das Zahlenwerk die zuletzt skeptischeren Stimmen am Markt entkräften kann. Denn neben dem Ergebnis schauen Anleger vor allem auf zwei Punkte: den Dividendenvorschlag und den Fortschritt der Transformation.

Was heute auf dem Tisch liegt

Nach dem Trading Update Mitte Januar sind die Erwartungen klarer – aber auch die Risiken sichtbarer. OMV hatte damals Wertberichtigungen von rund 700 Mio. Euro auf Produktionsanlagen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland angekündigt. Das dürfte im Abschluss eine wichtige Rolle spielen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Omv?

Wichtige Eckpunkte für heute:

  • Veröffentlichung: heute, 4. Februar 2026 (7:00 Uhr MEZ), anschließend Presse- und Analystenkonferenz
  • Konsens Q4/2025: EPS 1,53 Euro (Vorjahr: 0,92 Euro); beim Umsatz erwarten Analysten einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr
  • Hauptversammlung: 27. Mai 2026
  • Nächster Termin: Trading Update Q1 am 9. April 2026

Dividende: Vorschlag jetzt, Systemwechsel ab 2026

Ein zentraler Blickfang ist der Dividendenvorschlag. Für 2024 hatte OMV eine reguläre Dividende von 3,05 Euro plus Sonderdividende von 1,70 Euro ausgeschüttet. Wie sich die Ausschüttung für 2025 einordnet, wird heute konkret.

Gleichzeitig steht schon der nächste Schritt fest: Ab dem Geschäftsjahr 2026 will OMV die Dividendenpolitik grundlegend umstellen. Geplant sind künftig 50% der Dividenden aus der Beteiligung an Borouge Group International (BGI) plus 20–30% des operativen Cashflows. Damit bekommt die Dividende perspektivisch eine stärker formelbasierte Logik – mit spürbarem Einfluss durch BGI und die Cashflow-Entwicklung.

Transformation: Projekte und Transaktion als Gradmesser

Die Strategie 2030 zielt auf ein Clean CCS Operating Result von über 6,5 Mrd. Euro. Zwei Projekte stechen heraus:

  • Neptun Deep: Erstes Gas soll 2027 fließen.
  • Grüner Wasserstoff: Anfang Januar sicherte OMV 123 Mio. Euro Förderung für eine 140-MW-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha (Joint Venture mit Masdar).

Zusätzlich im Fokus: Der Abschluss der BGI-Transaktion wird für Q1 2026 erwartet. Aus dem Zusammenschluss soll der viertgrößte Polyolefin-Produzent weltweit entstehen – ein Schritt, der die künftige Ausschüttungslogik direkt berührt.

Analysten zuletzt vorsichtiger – und der Kurs über dem Schnitt

In den Wochen vor dem Termin wurden die Töne rauer: Goldman Sachs stufte am 26. Januar von „Neutral“ auf „Sell“ herab und senkte das Kursziel von 48 auf 44 Euro. RBC Capital Markets folgte am 29. Januar mit „Underperform“ und 46 Euro Kursziel; zudem kürzte RBC die Nettogewinn-Prognose für 2026 um 15%. Als Belastungsfaktoren nannten beide Häuser Herausforderungen im Chemiegeschäft, bei europäischen Gaspreisen und im Raffineriesegment.

Am Markt spiegelt sich das bislang nur teilweise: Der Schlusskurs von gestern lag bei 50,55 Euro, damit notiert die Aktie über dem 50-Tage-Durchschnitt (48,66 Euro) und auch über dem 200-Tage-Durchschnitt (47,05 Euro). Spannend wird heute, ob die Zahlen und der Dividendenausblick die Skepsis gegenüber Chemie, Gas und Raffinerien verringern – oder eher untermauern.

Am 27. Mai folgt die Hauptversammlung, am 9. April das Trading Update für Q1 – zwei Termine, an denen sich zeigen dürfte, wie belastbar Dividendenplan und Transformationsfahrplan nach dem heutigen Zahlen-Tag wirken.

Omv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Omv-Analyse vom 04. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Omv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Omv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Omv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...