Die nächste Pandemie kommt selten mit Vorwarnung – und die wirtschaftlichen Schäden sind oft nur teilweise versicherbar. Genau diese Lücke will die Münchener Rück jetzt gezielter schließen. Dafür nutzt der Rückversicherer ausgerechnet den Lloyd’s-Markt als Bühne für ein neues, spezialisiertes Konsortium.

Neues Lloyd’s-Konsortium für Pandemierisiken

Eine Spezialeinheit des Konzerns hat die Gründung eines „Pandemic Consortium“ am Versicherungsmarkt Lloyd’s bekannt gegeben. Ziel ist es, Pandemierisiken besser versicherbar zu machen – ein Thema, das seit COVID-19 bei vielen Unternehmen eine sichtbare Schutzlücke offengelegt hat.

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Kern des Angebots ist eine parametrische Deckung. Heißt: Die Auszahlung hängt nicht von einer langen Schadenprüfung ab, sondern von vorab definierten, objektiven Auslösern. Das soll im Ernstfall schneller und planbarer funktionieren.

Wichtig dabei: Eine Leistung wird laut Konzept fällig, wenn drei Kriterien erfüllt sind:
- WHO meldet einen neuen Ausbruch
- WHO ruft einen öffentlichen Gesundheitsnotstand aus
- Behördliche Einschränkungen treten im versicherten Gebiet in Kraft

Damit positioniert sich die Münchener Rück als Anbieter einer „proaktiven“ Lösung für den Risikotransfer bei übertragbaren Krankheiten – mit dem klaren Hinweis, dass viele Unternehmen derzeit gegen solche Ereignisse nicht abgesichert sind.

Weitere Signale aus dem Konzern

Neben dem Pandemie-Vorstoß gab es zwei weitere Meldungen mit eher strategischem Charakter. Die Einheit Munich Re Risk Management Partners wurde zum „Knowledge Partner“ der Konferenz ClimateTech Connect 2026 (April) ernannt. Das unterstreicht den Fokus auf Analyse- und Managementthemen rund um Klimarisiken.

Außerdem hat die afrikanische Tochtergesellschaft einen neuen CEO: Walter Voigts-von Forster übernahm die Rolle zum 1. Februar 2026.

Aktie: Nah am Jahrestief – Termin im Blick

Am Markt wirkt die Aktie zuletzt eher gedeckelt: Der Schlusskurs von 516,00 Euro (Dienstag) liegt nur rund 1,8% über dem 52‑Wochen‑Tief von 506,80 Euro und zugleich gut 23% unter dem 52‑Wochen‑Hoch. Auch unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt notiert der Titel (Abstand: -6,26%), was den derzeit verhaltenen Trend widerspiegelt.

Der nächste klare Orientierungspunkt steht bereits fest: Am 26. Februar 2026 legt die Münchener Rück die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vor (Bilanzpressekonferenz). Danach folgen die Hauptversammlung am 29. April 2026 sowie weitere Quartalsberichte im Mai und August.

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