Weniger Kupfer, mehr Kosten, kein Fusionspartner — Glencore hat im laufenden Jahr einiges zu verarbeiten. Trotzdem notiert die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und legte zuletzt weiter zu. Das Vertrauen der Märkte scheint bisher ungebrochen, obwohl die operativen Zahlen ein anderes Bild zeichnen.

Collahuasi bremst die Produktion

Der wohl gravierendste Rückschlag des Jahres betrifft das Kupfersegment. Glencore hat seine Produktionsziele für 2026 deutlich zurückgenommen: Statt der ursprünglich geplanten 930.000 Tonnen erwartet der Konzern nun zwischen 810.000 und 870.000 Tonnen. Verantwortlich dafür sind vor allem niedrigere Erzgehalte und Wasserversorgungsprobleme in der chilenischen Mine Collahuasi, die Glencore gemeinsam mit Anglo American betreibt.

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Gleichzeitig sind die erhofften Synergieeffekte aus einem möglichen Zusammenschluss mit Rio Tinto vom Tisch. Die Fusionsgespräche scheiterten vor rund einem Monat an unterschiedlichen Vorstellungen über Bewertung und Führungsstruktur — ein Ergebnis, das bei Investoren, die auf einen gemeinsamen Kupfergiganten gesetzt hatten, für Ernüchterung sorgte.

Sparkurs als Gegengewicht

Das Management reagiert mit einem strikten Kostenprogramm. Bis Ende 2026 sollen wiederkehrende Einsparungen von rund einer Milliarde US-Dollar realisiert werden, begleitet von einer umfassenden Überprüfung der industriellen Vermögenswerte. Bisher fielen dabei rund 1.000 Stellen weg.

Zusätzlich sieht sich Glencore mit Reputationsfragen konfrontiert: Die kanadische Tochter wies Berichte über gestiegene Arsenemissionen rund um die Kupferhütte in Rouyn-Noranda zurück und betonte, die aktuellen Werte lägen innerhalb der regulatorischen Grenzwerte.

Ob das Sparprogramm die Produktionsausfälle im Kupferbereich ausgleichen kann, wird sich am 5. August 2026 zeigen — dann legt Glencore seine Zahlen zum zweiten Quartal vor. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von 0,454 USD sowie eine Dividende von rund 0,200 USD, was gegenüber dem Vorjahr eine spürbare Steigerung wäre.

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