Der Rohstoffriese Glencore blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2025 zurück. Während schwächere Kohlepreise das operative Ergebnis belasten, schüttet das Management großzügig Kapital an die Aktionäre aus. Gleichzeitig treibt der Konzern seinen strategischen Umbau mit drastischen Einschnitten und Verkäufen voran.

Der am Montag veröffentlichte Jahresbericht zeigt ein Unternehmen im Übergang. Ein bereinigtes EBITDA von 13,5 Milliarden US-Dollar bedeutet einen Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür waren primär niedrigere Preise für Energie- und Kokskohle, die erst im zweiten Halbjahr durch anziehende Metallnotierungen teilweise ausgeglichen wurden. Anleger scheinen diese Entwicklung bereits eingepreist zu haben: Mit einem aktuellen Kurs von 6,00 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein starkes Plus von 26,55 Prozent.

Die anhaltende Attraktivität der Aktie stützt sich maßgeblich auf die Kapitalallokation. Das Management plant eine Basisdividende von 10 US-Cent je Anteilsschein. Zusätzlich empfiehlt Glencore eine Sonderausschüttung von 7 US-Cent, die durch den Wert der gehaltenen Bunge-Aktien gedeckt ist. Insgesamt fließen so im laufenden Jahr rund zwei Milliarden US-Dollar an die Anteilseigner ab.

Portfolioumbau und Kupfer-Dämpfer

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Hinter den Kulissen arbeitet der Konzern an einer Neuausrichtung. Nachdem Fusionsgespräche mit Rio Tinto im Februar an Bewertungsdifferenzen scheiterten, fokussiert sich Glencore auf interne Optimierungen. Der Verkauf der 70-prozentigen Beteiligung an Kazzinc für geschätzte 4 bis 4,5 Milliarden US-Dollar befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen. Flankierend greift ein striktes Kostensenkungsprogramm, das bis Ende 2026 Einsparungen von einer Milliarde US-Dollar und den Abbau von rund 1.000 Stellen vorsieht.

Auf der operativen Produktionsseite verzeichnet das Unternehmen allerdings spürbare Bremsspuren. Glencore musste die Kupfer-Guidance für 2026 von ursprünglich 930.000 auf eine Spanne von 810.000 bis 870.000 Tonnen kappen. Vor allem Rückschläge an der chilenischen Collahuasi-Mine machten diesen Schritt notwendig.

Die Hauptversammlung am 28. Mai 2026 wird damit zur nächsten wichtigen Bühne für das Management. Dort müssen die Verantwortlichen im Detail darlegen, wie die mittelfristige Rückkehr zu einer Kupferproduktion von über einer Million Tonnen gelingen soll und welche M&A-Optionen nach Ablauf der sechsmonatigen Übernahme-Sperrfrist im August realistisch bleiben.

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