Oracle Aktie: Dividende auf der Kippe
Oracle verzeichnet ein historisches Umsatzwachstum, angetrieben von einer enormen Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten. Hinter den glänzenden Quartalszahlen verbirgt sich allerdings ein teures Problem. Die massiven Investitionen in neue Rechenzentren fressen den freien Cashflow auf und rücken nun sogar die Gewinnausschüttung in den Fokus der Anleger.
Um den Hunger nach KI-Infrastruktur zu stillen, nimmt der Softwarekonzern extrem viel Geld in die Hand. Für das Geschäftsjahr 2026 plant das Management Kapitalausgaben in Höhe von 50,64 Milliarden US-Dollar. Diese Ausgabenwelle reißt ein tiefes Loch in die Kasse und drückt den freien Cashflow tief in den negativen Bereich. Infolgedessen wachsen am Markt die Zweifel, ob das Unternehmen seine jährliche Dividende von 2 US-Dollar je Aktie – was einer Gesamtbelastung von rund 5,75 Milliarden US-Dollar entspricht – aufrechterhalten kann.
Rekordzahlen und volle Auftragsbücher
Operativ präsentiert sich das Unternehmen äußerst robust. Im Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal kletterte der Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar. Besonders die direkt an KI-Workloads gekoppelten Cloud-Infrastruktur-Erlöse stachen mit einem Plus von 84 Prozent hervor. Ein Auftragsbestand von 553 Milliarden US-Dollar untermauert die anhaltend hohe Nachfrage, die laut CEO Clay Magouyrk das aktuelle Angebot an GPU- und CPU-Kapazitäten weiterhin deutlich übersteigt. Um diesen Engpass zu beheben, hat Oracle seine Produktionsstätten innerhalb eines Jahres verdreifacht.
Gegenwind an der Börse
Trotz der angehobenen Umsatzprognose für 2027 reagierte der Markt am Freitag nervös. Der Kurs gab um 2,72 Prozent auf 121,00 Euro nach, womit sich der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt auf fast 36 Prozent vergrößert hat. Verantwortlich für den jüngsten Druck sind neben den Sorgen um die hohen Ausgaben auch neu angekündigte Sammelklagen. Darin wird dem Management vorgeworfen, irreführende Aussagen über die Rendite der KI-Investitionen getroffen und versteckte Leasingverbindlichkeiten verschwiegen zu haben.
Die Wall Street bewertet die Situation derzeit völlig unterschiedlich. Während einige Analysten ihre Kursziele angesichts der kurzfristigen finanziellen Risiken und der Klagen nach unten korrigieren, nahm die Bank of America die Bewertung mit einer Kaufempfehlung wieder auf. Die Experten verweisen auf das langfristige Wachstumspotenzial durch die beschleunigte KI-Nachfrage, das die aktuelle, extrem kapitalintensive Aufbauphase rechtfertige.
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