Das Ultimatum von US-Präsident Trump gegen iranische Energieanlagen läuft bis zum 6. April — und hält den Goldmarkt in Atem. Rund 4.492 USD notiert der Spotpreis derzeit, gut 18 Prozent unter dem Jahreshoch von rund 5.500 USD. Zwischen physischen Käufen aus Asien und liquiditätsgetriebenen Verkäufen europäischer Zentralbanken entscheidet sich gerade, wer die Oberhand behält.

Russland, Iran, China: Neuordnung im physischen Handel

Hinter der Preisbewegung steckt mehr als klassische Krisenrhetorik. Russland konvertiert systematisch Yuan-Einnahmen von der Shanghaier Börse in physisches Gold. Der Iran nutzt Öl-Kontrakte auf Yuan-Basis, die direkt in Gold umwandelbar sind. China flankiert das Ganze durch den Aufbau von Auslandstresoren.

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Diese koordinierte De-Dollarisierung trifft auf einen Markt, der durch die Blockade der Straße von Hormus unter Inflationsdruck steht. Rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports läuft durch diesen Engpass — die OECD hat ihre Inflationsprognose für die G20-Staaten 2026 bereits auf 4 Prozent angehoben.

Zentralbanken als Gegengewicht

Ausgerechnet einige Zentralbanken bremsen den Goldpreis. Die Türkei baute ihre Bestände allein im März um 58,4 Tonnen ab, um Swap-Geschäfte zu finanzieren. Polen erwägt Goldverkäufe zur Deckung steigender Rüstungsausgaben.

Zusätzlich dämpft die US-Geldpolitik die Stimmung. Unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh agiert die Notenbank restriktiv, und angepasste Margenberechnungen der CME engen den Spielraum für weitere Kursgewinne ein. Im März testete Gold zeitweise den 200-Tage-Durchschnitt bei rund 4.100 USD — eine der schwächsten Monatsphasen seit Jahrzehnten.

Bis zum Ablauf des Iran-Ultimatums am 6. April bleibt die Volatilität hoch. Wie die USA danach agieren, wird maßgeblich bestimmen, ob der physische Kaufdruck aus Asien oder die Verkaufsseite der Zentralbanken das nächste Preiskapitel schreibt.

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