Glencore Aktie: Milliarden-Deal blockiert
Ein 9-Milliarden-Dollar-Geschäft, das die westliche Versorgung mit Kupfer und Kobalt sichern soll — und es hängt an einem einzigen Namen: Dan Gertler. Der israelische Milliardär, seit 2017 mit US-Sanktionen belegt, hält Royalty-Ansprüche auf zwei der wichtigsten Minen im Kongo. Solange diese Frage ungeklärt ist, können amerikanische Investoren den Deal nicht abschließen.
Washington gegen Peking im Kupfergürtel
Das Orion Critical Mineral Consortium — getragen von Abu Dhabis ADQ und der US-Entwicklungsfinanzierungsbehörde DFC — will 40 Prozent von Glencores Kongo-Assets Mutanda Mining und Kamoto Copper Company erwerben. Der implizierte Gesamtwert beider Minen liegt bei rund 9 Milliarden Dollar. Zusammen produzierten die beiden Betriebe 2025 knapp 248.000 Tonnen Kupfer und 33.500 Tonnen Kobalt.
Der strategische Hintergrund ist eindeutig: China kontrolliert etwa 80 Prozent der globalen Kobaltraffinierung und dominiert die Bergbauoperationen im Kongo. Das Konsortium wurde gegründet, um genau diese Abhängigkeit zu reduzieren — mit einem geplanten Investitionsvolumen von über 5 Milliarden Dollar. Jeder weitere Monat ohne Vertragsabschluss festigt Pekings Stellung.
Gertlers Royalty-Ansprüche werden bislang in Nicht-US-Währung bedient, um die Sanktionen formal nicht auszulösen. Eine saubere Übertragung oder Ablösung dieser Ansprüche ist die einzige verbleibende regulatorische Hürde — politisch aber alles andere als trivial.
Kazzinc-Verkauf soll Kupfer-Fokus finanzieren
Parallel läuft Glencores Portfolioumbau weiter. Den geplanten Verkauf der 70-prozentigen Beteiligung an der kasachischen Tochter Kazzinc an den Unternehmer Shakhmurat Mutalip bewertet der Konzern mit 4 bis 4,5 Milliarden Dollar. Berichten zufolge könnte Glencore einen Teil der Finanzierung selbst übernehmen. Kazzinc zählt zu den profitableren Einheiten — vor allem wegen hoher Goldpreise —, passt aber nicht mehr in die strategische Ausrichtung auf Kupfer und andere Zukunftsmetalle.
Das bereinigte EBITDA für 2025 belief sich auf 13,5 Milliarden Dollar, ein Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die zweite Jahreshälfte zeigte allerdings eine deutliche Erholung: plus 49 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr. Zusätzlich plant Glencore den Abbau von rund 1.000 Stellen und Kosteneinsparungen von einer Milliarde Dollar bis Ende 2026.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 26 Prozent zugelegt und notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,13 Euro. Am 28. Mai steht die Hauptversammlung an — dort will das Management konkret darlegen, wie der Konzern sein Ziel von 1,6 Millionen Tonnen jährlicher Kupferproduktion bis 2035 erreichen will. Auch der gescheiterte Megadeal mit Rio Tinto bleibt im Hintergrund präsent: Nach britischem Übernahmerecht endet die Sperrfrist frühestens im August 2026.
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