Mit der Vorlage des vollständigen Geschäftsberichts 2025 schließt Glencore ein zweigeteiltes Jahr formell ab. Gleichzeitig forciert der Rohstoffkonzern einen weitreichenden Umbau seines Portfolios. Ein geplanter Milliardenverkauf in Kasachstan und ein striktes Sparprogramm zeigen, wohin die Reise operativ geht.

Ein starkes zweites Halbjahr glättete die Jahresbilanz. Das bereinigte EBITDA sank 2025 zwar um sechs Prozent auf 13,5 Milliarden US-Dollar, erholte sich aber zum Jahresende deutlich. Davon profitieren die Anteilseigner. Das Management plant eine Basisdividende von 10 US-Cent je Aktie. Hinzu kommt eine Sonderausschüttung von 7 Cent, die durch den Wert gehaltener Bunge-Aktien gedeckt ist. Am Markt kommen diese fundamentalen Nachrichten gut an, was sich in einem Kursplus von knapp 28 Prozent seit Jahresbeginn auf aktuell 6,06 Euro widerspiegelt.

Kasachstan-Verkauf vor Abschluss

Parallel zur Bilanzvorlage laufen die Verhandlungen über den Verkauf der 70-prozentigen Beteiligung an Kazzinc. Der lokale Unternehmer Shakhmurat Mutalip will den profitablen Zink- und Goldproduzenten übernehmen. Das Transaktionsvolumen wird auf 4 bis 4,5 Milliarden US-Dollar taxiert. Interessant ist die Strukturierungs-Idee: Glencore erwägt, den Kauf teilweise selbst zu finanzieren und im Gegenzug die Vermarktungsrechte für die geförderten Rohstoffe zu behalten. Dies würde das lukrative Handelsgeschäft des Konzerns weiter stärken.

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Kupferziele und Sparprogramm

Ein weiterer strategischer Fokus liegt auf dem Kupfergeschäft. Bis Ende 2028 soll die Produktion auf über eine Million Tonnen jährlich steigen. Kurzfristig verzeichnet das Unternehmen hier Abstriche. Wegen operativer Rückschläge in der chilenischen Collahuasi-Mine senkte Glencore die Kupfer-Prognose für 2026 auf 810.000 bis 870.000 Tonnen. Um die Profitabilität abzusichern, streicht der Konzern rund 1.000 Stellen. Bis Ende 2026 sollen durch diese Maßnahme Einsparungen von einer Milliarde US-Dollar realisiert werden.

Im Hintergrund schwelt zudem weiterhin das Thema Branchenkonsolidierung. Die im Februar vorerst gescheiterten Fusionsgespräche mit Rio Tinto über einen 240-Milliarden-Dollar-Zusammenschluss könnten wieder aufleben. CEO Gary Nagle zeigte sich nach Investorentreffen optimistisch, dass steigende Kohlepreise eine neue Verhandlungsbasis schaffen. Gemäß den britischen Übernahmeregeln darf Rio Tinto frühestens im August einen neuen Vorstoß wagen. Spätestens auf der Hauptversammlung am 28. Mai wird das Management detaillierter zur weiteren strategischen Ausrichtung Stellung beziehen.

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