Gilead Sciences macht bedeutende Fortschritte im Bereich der HIV-Behandlung. Neue klinische Daten untermauern das Potenzial einer neuen täglichen Kombinationspille, während das Unternehmen gleichzeitig seine Präsenz in globalen Gesundheitsmärkten ausbaut. Besonders die langfristige Marktpositionierung steht dabei im Mittelpunkt der jüngsten Entwicklungen.

Starke Ergebnisse der Phase-3-Studien

Im Zentrum der positiven Nachrichten stehen die Ergebnisse der Studien ARTISTRY-1 und ARTISTRY-2. Diese belegen, dass eine neue tägliche Kombination aus Bictegravir und Lenacapavir die Viruslast bei Patienten ebenso effektiv unterdrückt wie bisherige, oft komplexere Standardtherapien. Nach 48 Wochen erwies sich die Behandlung als ebenbürtig und wurde von den Teilnehmern gut vertragen.

In der ARTISTRY-1-Studie wiesen lediglich 0,8 % der Teilnehmer unter der neuen Medikation eine Viruslast über dem kritischen Schwellenwert auf. Damit schnitt die Kombination sogar geringfügig besser ab als herkömmliche Therapien mit mehreren Tabletten, bei denen dieser Wert bei 1,1 % lag. Diese Daten bilden das Fundament für die geplante Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte 2026.

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Wettbewerb und Marktreaktion

Kann sich Gilead gegen die wachsende Konkurrenz von Merck behaupten? Der Wettbewerber präsentierte auf derselben Fachkonferenz ebenfalls starke Daten für eine neue tägliche Wirkstoffkombination, die eine ähnlich hohe Unterdrückungsrate erzielte. Merck hat bei der US-Gesundheitsbehörde FDA bereits einen Antrag gestellt, über den voraussichtlich am 28. April 2026 entschieden wird.

An der Börse reagierte die Gilead-Aktie zuletzt verhalten und notiert aktuell bei 121,40 €. Trotz eines Rückgangs von rund 5,5 % in der vergangenen Woche verbleibt seit Jahresbeginn ein Kursplus von fast 17 %. Marktbeobachter werten die jüngsten Schwankungen auch als Reaktion auf den intensiven Wettbewerb im Bereich der HIV-Therapien.

Globale Präventionsstrategie

Parallel zur Forschung in den Laboren treibt Gilead die praktische Anwendung voran. In Kenia startete am 26. Februar die landesweite Einführung einer halbjährlichen Injektion zur HIV-Prävention. Mit zunächst 21.000 Dosen werden gezielt Hochrisikogruppen unterstützt. Diese Maßnahme ist Teil einer größeren Strategie, die darauf abzielt, Neuinfektionen in betroffenen Regionen bis 2030 massiv zu senken.

Gilead plant nun die zeitnahe Einreichung der Zulassungsunterlagen für die neue tägliche Kombinationspille. Entscheidend für die Marktanteile wird der April 2026 sein, wenn die behördliche Entscheidung über das Konkurrenzprodukt von Merck fällt. Dies wird den zeitlichen Rahmen für Gileads eigenen Marktstart in der zweiten Jahreshälfte maßgeblich beeinflussen.

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