Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 fielen besser aus als erwartet. Der Biotech-Konzern verbuchte einen Gewinn von 2,18 Milliarden Dollar oder 1,74 Dollar je Aktie – ein deutlicher Anstieg gegenüber 1,78 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 1,86 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 1,85 Dollar leicht.

Beim Umsatz zeigte sich ein ähnliches Bild: 7,93 Milliarden Dollar standen zu Buche, ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und deutlich über den erwarteten 7,68 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 belief sich der Produktumsatz auf 28,9 Milliarden Dollar.

HIV-Geschäft als Wachstumstreiber

Das HIV-Segment entwickelte sich besonders dynamisch. Im Gesamtjahr 2025 wuchs dieser Bereich um 6 Prozent auf 20,8 Milliarden Dollar. Das Zugpferd Biktarvy legte um 7 Prozent zu und erreichte 14,3 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Noch beeindruckender: Das HIV-Präventionsportfolio schoss um 47 Prozent nach oben.

Die im Juni 2025 eingeführte Zweimal-jährlich-Injektion Sunlenca entwickelt sich zum Hoffnungsträger. Mit 150 Millionen Dollar Umsatz im ersten Jahr blieb das Präparat zwar noch hinter den Blockbuster-Schwellen zurück, doch für 2026 peilt das Management bereits etwa 800 Millionen Dollar an – eine Verfünffachung. Die Marktabdeckung liegt bereits bei 90 Prozent, deutlich schneller als ursprünglich geplant.

Ohne die geschätzten 900 Millionen Dollar Gegenwind durch die Neugestaltung von Medicare Part D hätte das HIV-Geschäft 2025 sogar um 10 Prozent zugelegt.

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Vier Produktstarts geplant

Für 2026 erwartet Gilead Sciences einen Gesamtumsatz zwischen 29,6 und 30 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll sich auf 8,45 bis 8,85 Dollar belaufen. Allerdings rechnet das Unternehmen mit etwa 2 Prozent Gegenwind durch eine im Dezember 2025 angekündigte Preisvereinbarung mit der US-Regierung sowie Änderungen am Affordable Care Act.

Das Onkologie-Präparat Trodelvy wuchs 2025 um 6 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Nach positiven Phase-III-Daten bei metastasierendem triple-negativem Brustkrebs könnte die Zulassung für die Erstlinientherapie in der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen – ein Markt von etwa 10.000 Patientinnen in den USA.

Insgesamt plant Gilead vier kommerzielle Produkteinführungen in diesem Jahr: Trodelvy für Brustkrebs-Erstlinientherapie, eine neue tägliche orale Kombination aus Bictegravir und Lenacapavir für die HIV-Behandlung, die CAR-T-Zelltherapie Anito-cel für multiples Myelom sowie Bulevirtide gegen chronische Hepatitis Delta in den USA.

Die Aktie reagierte dennoch verhalten und verlor im nachbörslichen Handel 0,94 Prozent auf 150,26 Dollar. Bis 2036 drohen dem Unternehmen keine größeren Patentabläufe – eine komfortable Ausgangslage für weiteres Wachstum.

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