Ferrexpo Aktie: Erholung unter Vorbehalt
Die Aktie des Eisenerzproduzenten Ferrexpo startet mit einem klaren Aufwärtstrend ins neue Jahr. Nach einem schwachen Jahresende 2025 zieht der im Schweizer Kanton Zug ansässige Konzern heute wieder Käufer an. Die Erholung findet jedoch vor einem bedrohlichen Hintergrund statt: Die anhaltende Gefahr einer Teilverstaatlichung seiner Schlüsselassets in der Ukraine belastet weiter die Perspektive.
Aktie setzt Gegenbewegung in Gang
Am ersten Handelstag des Jahres notiert die Ferrexpo-Aktie bei 76,40 Pence und legt damit intraday spürbare 3,10 Prozent zu. Der Kurs hat sich damit vom 52-Wochen-Tief bei 41,30 Pence weiter entfernt. Dennoch bleibt die Marktkapitalisierung von rund 457 Millionen Pfund deutlich unter dem Jahreshoch von 115 Pence. Investoren müssen den massiven Verlust von 30 Prozent im Jahr 2025 gegen die jüngste Stabilisierung abwägen.
Drohende Verstaatlichung als Damoklesschwert
Die Erholung erfolgt in einer Phase extremer rechtlicher Unsicherheit. Die ukrainischen Behörden haben ihre Untersuchungen zum Poltava-Bergbau- und Verarbeitungswerk verschärft. Konkret drohen:
* Die geplante Verstaatlichung von 49,5 Prozent der Assets von Poltava Mining.
* Juristische Ansprüche auf über 2.300 Eisenbahnwaggons und 541 Immobilien.
* Zivilklagen in Höhe von 157 Milliarden Hrywnja (etwa 3,7 Milliarden Euro) wegen angeblicher Umweltschäden.
* Anhaltend ausgesetzte Mehrwertsteuerrückerstattungen, die die Liquidität vor Ort belasten.
Strategische Neuausrichtung der Produktion
Um energierelationierte Risiken zu mindern, hat Ferrexpo seinen operativen Fokus verschoben. Während die Pelletproduktion in den ersten drei Quartalen um 38,5 Prozent im Jahresvergleich sank, stieg die Produktion von kommerziellem Konzentrat um das 4,9-Fache auf 2,26 Millionen Tonnen. Durch diese strategische Anpassung hielt das Unternehmen die Gesamtproduktion trotz häufiger Angriffe auf die Energieinfrastruktur bei 5,07 Millionen Tonnen.
Die Geschäftsführung betont, dass der Schutz der Assets und der Belegschaft unter Kriegsrecht Priorität hat. Das Unternehmen arbeite mit reduzierter Kapazität und verfolge weiterhin die ausstehenden Steuerrückzahlungen. Für die Finanzmärkte bedeutet dies eine Phase hoher Volatilität, in der jede rechtliche Neuigkeit aus Kiew zu erheblichen Kursschwankungen führen kann.
Der nächste konkrete Anhaltspunkt für Anleger sind die Jahreszahlen für 2025, die für den 12. Januar 2026 erwartet werden. Sie werden Aufschluss über die finanziellen Auswirkungen der Angriffe auf die Energieinfrastruktur geben.
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