Der US-Energieriese Chevron plant offenbar eine massive Expansion im Nahen Osten und nutzt dabei die durch Sanktionen entstandenen Lücken. Im Fokus steht das gigantische Ölfeld West Qurna 2 im Irak, das bisher von der russischen Firma Lukoil kontrolliert wurde. Sollte der Deal zustande kommen, würde dies nicht nur die Produktionskapazitäten von Chevron deutlich erhöhen, sondern auch die geopolitische Landkarte der Ölversorgung neu zeichnen.

Exklusive Verhandlungen gestartet

Im Kern der aktuellen Entwicklung steht eine einjährige Exklusivitätsvereinbarung zwischen Chevron und der staatlichen Basra Oil Company (BOC). Nachdem westliche Sanktionen den bisherigen Betreiber Lukoil faktisch aus dem Spiel nahmen, übernahm die BOC vorübergehend die Kontrolle über das Asset. Nun soll das Projekt an die Amerikaner übergehen, sofern man sich auf wettbewerbsfähige finanzielle Konditionen und einen neuen Betreibervertrag einigen kann.

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Dieser Schritt ist politisch brisant: Dass ein US-Major ein Schlüsselprojekt einer sanktionierten russischen Firma in einem der wichtigsten OPEC-Länder übernimmt, markiert eine signifikante Verschiebung der Machtverhältnisse im irakischen Energiesektor.

Verdopplung der Produktion möglich

Für Chevron liegt der Reiz in den gewaltigen Reserven des Feldes. Der irakische Ölminister Hayan Abdel-Ghani stellte in Aussicht, dass sich die Produktion unter neuer Führung auf 750.000 bis 800.000 Barrel pro Tag fast verdoppeln könnte. West Qurna 2 steht bereits jetzt für fast zehn Prozent der gesamten irakischen Rohölförderung und deckt etwa 0,5 Prozent des weltweiten Ölangebots ab.

Die Aktie spiegelt die aktuelle Stärke des Unternehmens wider und notiert mit 156,02 Euro in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang konnten die Papiere bereits über 17 Prozent zulegen, was das Vertrauen der Anleger in die Strategie des Konzerns unterstreicht.

Noch ist die Übernahme jedoch nicht abgeschlossen. Neben der finalen Einigung auf Vertragskonditionen steht die zwingende Genehmigung durch den irakischen Ministerrat aus. Gelingt der Abschluss in den kommenden zwölf Monaten, würde Chevron seine Position im Nahen Osten langfristig festigen und direkten Zugriff auf eines der produktivsten Ölfelder der Welt erhalten.

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