Der Streaming-Gigant steht an einem strategischen Scheideweg. Während Netflix versucht, sich wichtige Assets von Warner Bros. Discovery zu sichern, bringt ein deutlich höheres Gegenangebot die Pläne ins Wanken. Gleichzeitig formiert sich unter den US-Regulierungsbehörden erheblicher Widerstand gegen die geplante Marktmacht des Konzerns.

Netflix hatte ursprünglich ein Angebot in Höhe von 82,7 Milliarden Dollar – umgerechnet 27,75 Dollar pro Aktie – vorgelegt. Ziel der Offerte sind spezifische Teile von Warner Bros. Discovery, insbesondere die Film- und Fernsehstudios sowie die Streaming-Sparten HBO und HBO Max. Diese Strategie wird nun durch Paramount Skydance durchkreuzt. Der Konkurrent reichte einen Vorschlag ein, der mit 31 Dollar pro Aktie das gesamte Unternehmen bewertet und ein Gesamtvolumen von rund 110,9 Milliarden Dollar umfasst.

Das Board von Warner Bros. Discovery prüft derzeit die neue Situation. Sollte das Gremium die Offerte von Paramount offiziell als überlegen einstufen, bleibt Netflix lediglich ein vertraglich fixiertes Zeitfenster von vier Werktagen, um das eigene Angebot nachzubessern. Sollte der Deal platzen, würde eine Auflösungsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar fällig, deren Übernahme Paramount bereits zugesichert hat.

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Behörden schlagen Alarm

Neben der finanziellen Herausforderung wächst der politische Druck. Heute forderten elf US-Bundesstaaten das Justizministerium formell dazu auf, eine umfassende Kartellprüfung der Netflix-Transaktion einzuleiten. Auch der kalifornische Generalstaatsanwalt untersucht den Vorgang.

Der Hauptgrund für die Skepsis der Behörden liegt in der potenziellen Marktbeherrschung. Daten von JustWatch belegen, dass das kombinierte Unternehmen nach einer erfolgreichen Übernahme der Assets einen Marktanteil von 33 Prozent im US-Streaming-Sektor kontrollieren würde. Diese Größenordnung ruft die Wettbewerbshüter auf den Plan.

Lichtblick Werbegeschäft

Unabhängig vom Ausgang des Übernahmepokers zeigt das operative Kerngeschäft eine starke Dynamik im Werbebereich. Die Erlöse in diesem Segment sprangen im Jahr 2025 um 150 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar an. Aktuelle Prognosen für das Jahr 2026 deuten auf eine weitere Verdopplung auf rund 3 Milliarden Dollar hin, was die Bedeutung dieses Zweigs als stabile Einnahmequelle neben den Abonnements unterstreicht.

Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich von der Bewertung des Warner-Boards und der Reaktion der Kartellbehörden ab. Während das Werbegeschäft floriert, muss Netflix kurzfristig entscheiden, ob man bereit ist, in diesem kostspieligen Bietergefecht finanziell nachzulegen.

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