Ein ukrainisches Gericht hat das Insolvenzverfahren gegen die wichtigste Tochtergesellschaft von Ferrexpo eröffnet. Während der Konzern juristisch gegen die Entscheidung vorgeht, reagierte die Börse mit massiven Verkäufen. Kann das Unternehmen die Lage stabilisieren, bevor der Rechtsstreit weiter eskaliert?

Urteil löst Verfahren aus

Das Wirtschaftsgericht der Region Poltawa gab dem Antrag der LLC Financial Company Maxi Capital Group statt. Hintergrund ist eine umstrittene Forderung über rund 113,5 Millionen US-Dollar (4.727 Millionen UAH). Die Kläger berufen sich auf angebliche Garantien, welche die Tochtergesellschaft Ferrexpo Poltava Mining (FPM) für Verpflichtungen der bereits 2015 insolvent gemeldeten Bank Finance & Credit übernommen haben soll.

Ferrexpo weist die Ansprüche konsequent als unbegründet zurück. Besonders brisant: Das Verfahren wurde erstinstanzlich eröffnet, obwohl der Rechtsstreit über die zugrunde liegenden Sicherheiten derzeit noch beim Obersten Gerichtshof der Ukraine zur Prüfung liegt.

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Betrieb läuft vorerst weiter

Das Unternehmen kündigte an, innerhalb der gesetzlichen Zehn-Tages-Frist Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Nach ukrainischem Recht setzt eine solche Berufung das laufende Insolvenzverfahren jedoch nicht automatisch aus. Ein Insolvenzverwalter wurde bereits bestellt, um eine Liste der Gläubigerforderungen zu erstellen.

Das Management von Poltava Mining bleibt vorerst im Amt und führt das Tagesgeschäft weiter. Finanziell hat Ferrexpo bereits vorgesorgt: Das Unternehmen bildete in seinen Bilanzen eine vollständige Rückstellung für die geforderte Summe, um der juristischen Unsicherheit Rechnung zu tragen.

Heftige Kursreaktion in London

Die Nachricht löste an der Londoner Börse einen massiven Kurssturz aus. Die Aktie verlor im gestrigen Handel zeitweise bis zu 29,7 Prozent und fiel auf ein Niveau von 50,5 Pence. Anleger reagierten nervös, da die betroffene Tochtergesellschaft eine zentrale Rolle im Produktions- und Exportzyklus des Konzerns spielt.

Ferrexpo prüft nun gemeinsam mit Rechtsberatern die weiteren Auswirkungen auf die Gruppe. Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf die Berufung innerhalb der Zehn-Tages-Frist und das ausstehende Urteil des Obersten Gerichtshofs der Ukraine.

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