Ferrari hält beim Aktienrückkauf Kurs. Der Autobauer hat neue Details zu seinem laufenden Programm veröffentlicht – und zeigt damit, wie konsequent Kapital an die Aktionäre zurückfließen soll. Spannend ist dabei weniger die einzelne Woche, sondern das große Bild bis 2030.

Neue Käufe – Teil eines großen Plans

Laut dem am Montag veröffentlichten Zwischenbericht hat Ferrari in der Woche vom 16. bis 20. Februar 31.000 Stammaktien über Euronext Mailand zurückgekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 313,07 Euro je Aktie, das Gesamtvolumen bei rund 9,7 Millionen Euro.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrari?

Seit Start des Programms am 5. Januar 2026 summiert sich der Rückkauf damit auf knapp 91,7 Millionen Euro. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 307.643 eigene Stammaktien erworben – sowohl in Mailand als auch an der New Yorker Börse.

Mehrjährige Rückkäufe bis 2030

Die aktuellen Transaktionen gehören zur ersten Tranche über 250 Millionen Euro, die Ferrari Mitte Dezember angekündigt hatte. Dahinter steht ein deutlich größeres, mehrjähriges Rückkaufprogramm von rund 3,5 Milliarden Euro, das laut Aussage vom Capital Markets Day bis 2030 umgesetzt werden soll.

Zum 20. Februar hielt Ferrari 16.952.249 eigene Stammaktien. Das entspricht 8,74% der ausgegebenen Stammaktien. Rechnet man Sonderstimmrechtsaktien mit ein, liegt der Anteil der eigenen Aktien bei 9,19% des ausgegebenen Kapitals.

Operativer Rückenwind: 2026-Ausblick und neue Modelle

Der Rückkaufbericht kommt kurz nach den Jahreszahlen: Am 10. Februar hatte Ferrari seine Ergebnisse für 2025 vorgelegt und dabei die Erwartungen für das vierte Quartal übertroffen. Für 2026 stellt das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von mehr als 2,93 Milliarden Euro in Aussicht, nach 2,77 Milliarden Euro im Vorjahr. Zudem lag der industrielle Free Cashflow 2025 bei über 1,5 Milliarden Euro – ein Plus von 50% gegenüber dem Vorjahr.

CEO Benedetto Vigna betonte außerdem, dass das Orderbuch bis Richtung Ende 2027 reicht. 2025 lieferte Ferrari 13.640 Fahrzeuge aus, leicht weniger als im Vorjahr – laut Unternehmen bewusst gesteuert, um einen Modellwechsel zu managen.

Konkret wird es schon im Frühjahr: Vorbestellungen für den ersten vollelektrischen Ferrari „Luce“ sollen im März starten. Die vollständige Enthüllung ist für den 25. Mai in Rom geplant. Gleichzeitig passt Ferrari die Elektrifizierungsziele an: Für 2030 soll die Modellpalette zu 40% aus Verbrennern, zu 40% aus Hybriden und zu 20% aus reinen Elektroautos bestehen.

Zum Kursbild nur so viel: Mit 304,00 Euro lag die Aktie gestern nahe am 50-Tage-Durchschnitt, aber klar unter dem Niveau des Vorjahres (12 Monate: -36,27%).

Ferrari-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrari-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Ferrari-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrari-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ferrari: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...