Der norwegische Energiekonzern Equinor fährt derzeit eine aggressive Doppelstrategie. Während in Südamerika neue Ölbohrungen anlaufen, kauft das Unternehmen im selben Markt gleichzeitig große Windkraftanlagen auf. Diese Neuausrichtung zwischen fossiler Tradition und erneuerbarer Zukunft sorgt an der Wall Street für extrem gegensätzliche Einschätzungen.

Spagat am Zuckerhut

Im Zentrum der aktuellen Aktivitäten steht der brasilianische Markt. Im Campos-Becken hat Equinor kürzlich die Bohrphase für das bedeutende Raia-Projekt eingeläutet. Damit unterstreicht der Konzern sein anhaltendes Interesse an lukrativen Offshore-Ölvorkommen im sogenannten Pre-Salt-Bereich.

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Parallel dazu treibt das Management den Ausbau der grünen Energie voran. Von Vestas übernahm Equinor den baureifen Onshore-Windpark Esquina do Vento mit einer Kapazität von 230 Megawatt. Dieser Zukauf soll das integrierte Stromportfolio in einem der wichtigsten Kernmärkte des Unternehmens stärken und die langfristige Wachstumsstrategie abseits von Öl und Gas untermauern.

Systemrelevant für Europa

Abseits der Expansion in Südamerika bleibt das Kerngeschäft in Europa systemrelevant. Equinor liefert rund 30 Prozent des in der Europäischen Union benötigten Erdgases und ist damit ein zentraler Pfeiler der europäischen Energiesicherheit.

Genau diese Mischung aus verlässlichem Cashflow durch fossile Brennstoffe und hohen Investitionen in erneuerbare Energien spaltet derzeit die Experten. Auf der einen Seite hob Zacks Investment Research die Papiere kürzlich auf die Bestnote (Rank #1). Auf der anderen Seite rät der breite Analystenkonsens laut Marktdaten weiterhin zum Reduzieren der Bestände. Viele Marktbeobachter bleiben aufgrund der komplexen Marktfaktoren im Energiesektor kurzfristig reserviert.

Anleger blenden die skeptischen Stimmen aus dem Analystenlager derzeit weitgehend aus. Mit einem Schlusskurs von 35,73 Euro am Freitag notiert das Papier nur hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein beeindruckendes Plus von gut 71 Prozent. Die erfolgreiche Inbetriebnahme des brasilianischen Windparks sowie die ersten Förderergebnisse des Raia-Projekts werden die nächsten konkreten Gradmesser für den Erfolg dieser zweigleisigen Strategie sein.

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