Während TotalEnergies diese Woche seinen kompletten Rückzug aus der US-Offshore-Windkraft bekanntgab, geht Equinor einen anderen Weg — und die Märkte honorieren das. Der norwegische Energiekonzern verbindet starke Zahlen aus 2025 mit neuen Explorationserfolgen und einer klaren Expansionsstrategie. Doch der heutige Handelstag bringt eine Unterbrechung der Aufwärtsbewegung.

Rekordproduktion und solide Finanzen

Der Jahresbericht 2025, veröffentlicht am 19. März, lieferte eindrucksvolle Zahlen. Die Gesamtproduktion aus Öl, Gas und erneuerbaren Energien stieg im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf täglich 2.137 Tausend Barrel Öläquivalent. Der erneuerbare Energiebereich wuchs dabei überproportional — ein Plus von 25 Prozent auf 3,67 TWh. Bereinigt erzielte der Konzern ein Betriebsergebnis von 27,6 Milliarden Dollar sowie ein Nettoergebnis von 6,43 Milliarden Dollar.

Besonders bemerkenswert: Die Kapitalrendite lag bei 14,5 Prozent — ein Spitzenwert für die Branche. Gleichzeitig wurde die Verschuldungsquote auf 17,8 Prozent gesenkt, bei organischen Investitionen von 13,1 Milliarden Dollar. Diszipliniertes Wirtschaften in einem turbulenten Marktumfeld.

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Neue Funde in der Barentssee

Kaum weniger wichtig als die Jahreszahlen ist eine Entdeckung, die bereits am 18. März publik wurde: Equinor hat im sogenannten „Polynya Tubåen"-Prospekt in der Barentssee erneut Öl gefunden. Der Fund soll an das bestehende Johan Castberg-Feld angebunden werden, das eine Ressourcenbasis von 500 bis 700 Millionen Barrel aufweist. Mit geplanten ein bis zwei Explorationsbohrungen pro Jahr in der Region will Equinor die Plateauproduktion langfristig absichern. Die erste Entwicklungsphase „Isflak" läuft bereits.

Parallel dazu setzt der Konzern auf internationales Wachstum abseits der Nordsee. In Brasilien hat Equinor vom dänischen Hersteller Vestas einen fertigen 230-Megawatt-Onshore-Windpark übernommen. Das Projekt „Esquina do Vento" im Bundesstaat Rio Grande do Norte, bestehend aus 51 Turbinen, soll ab dem zweiten Quartal 2026 gebaut werden und 2028 in Betrieb gehen. Für die Wartung über 30 Jahre bleibt Vestas an Bord.

Kursrally mit kleinem Dämpfer

Die Kombination aus Rekordproduktion, Explorationserfolg und internationalem Ausbau hat die Equinor-Aktie in den vergangenen Wochen deutlich beflügelt. Auf Monatssicht legte der Titel um rund 43 Prozent zu, seit Jahresbeginn sogar über 67 Prozent. Dieser Lauf wird heute allerdings kurz unterbrochen: An der Heimatbörse in Oslo gibt die Aktie zeitweise um 3,17 Prozent auf 382,40 Norwegische Kronen nach — eine klassische Konsolidierung nach einem starken Anstieg.

Wer dabei an einen fundamentalen Stimmungswechsel denkt, dürfte falsch liegen. Die operative Basis ist robust, die Explorationspipeline wächst, und der Rückzug von Wettbewerbern wie TotalEnergies aus bestimmten Segmenten dürfte die Marktposition zusätzlich festigen.

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