Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben den Ölpreis zuletzt spürbar angetrieben und bescheren Energiekonzernen wie Equinor frischen Rückenwind. Während der breite Markt unter Druck gerät, rückt das norwegische Unternehmen zunehmend in den Fokus großer Investmentbanken. Diese passen nun reihenweise ihre Kursziele an die rasante Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate an.

Auslöser für die jüngste Stärke im Energiesektor war ein Preissprung der US-Rohölsorte WTI um fünf Prozent am Donnerstag. Davon profitiert auch der norwegische Öl- und Gasförderer erheblich. Die Papiere verzeichnen seit Jahresbeginn ein beeindruckendes Plus von knapp 68 Prozent und gingen gestern bei 35,05 Euro aus dem Handel. Anleger wägen derzeit die Chancen neuer Entdeckungen in der Barentssee gegen mögliche Margenverwässerungen durch langfristige Investitionen in erneuerbare Energien ab.

Analysten passen Ziele an

Die anhaltende Kursrally zwingt die Analysten zum Handeln. Mehrere Großbanken haben ihre Einschätzungen für den Konzern aktualisiert, wobei die Meinungen über die faire Bewertung weit auseinandergehen:

  • Santander: Bestätigt „Neutral“ (Ziel: 400 NOK)
  • DZ Bank: Einstufung auf „Hold“ (Ziel: 395 NOK)
  • Morgan Stanley: Hochstufung auf „Equalweight“ (Ziel: 388 NOK)
  • Goldman Sachs: Kurszielerhöhung auf 280 NOK, bleibt bei „Sell“

Konsequenzen aus Raffinerie-Zwischenfall

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Abseits des Börsenparketts hat das Unternehmen eine interne Untersuchung zu einem Zwischenfall in der Mongstad-Raffinerie abgeschlossen. Ende Oktober waren zwei Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten Chemikalien ausgesetzt und klagten anschließend über gesundheitliche Probleme. Als Ursachen identifizierte der Bericht unter anderem unzureichenden Atemschutz sowie hohen Zeitdruck.

Um künftige Vorfälle zu vermeiden, greift das Management nun durch. In bestimmten Prozessen wird Naphtha durch Glykol ersetzt, zudem verstärkt ein zusätzlicher Sicherheitsingenieur das Team. Die Untersuchungsergebnisse wurden als Teil des Standardverfahrens routinemäßig an die Polizei übergeben.

Operativ stützt sich der Konzern derweil auf eine solide Basis mit einer täglichen Produktion von 2,1 Millionen Barrel Öläquivalent und Gesamtreserven von 6,1 Milliarden Barrel. Diese Kennzahlen bilden in Kombination mit einer Dividendenrendite von 3,74 Prozent ein robustes Fundament für das laufende Geschäftsjahr.

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