Der norwegische Energiekonzern Equinor treibt sein Wachstum außerhalb des Heimatmarktes massiv voran. Mit dem offiziellen Bohrstart beim neun Milliarden Dollar schweren Raia-Projekt in Brasilien markiert das Unternehmen einen wichtigen operativen Meilenstein. Gleichzeitig sichert ein milliardenschwerer Kredit die Weiterentwicklung strategischer Nordsee-Assets ab.

Bohrstart vor der Küste Brasiliens

Am Dienstag begannen die Bohrarbeiten im Campos-Becken vor der brasilianischen Küste. Das Projekt namens Raia ist ein zentraler Pfeiler der internationalen Produktionsstrategie von Equinor. Gemeinsam mit den Partnern Repsol Sinopec Brasil und Petrobras sollen in Wassertiefen von fast 2.900 Metern förderbare Reserven von über einer Milliarde Barrel Öläquivalent erschlossen werden.

Ab dem geplanten Produktionsstart im Jahr 2028 könnte das Feld bis zu 16 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag liefern. Nach Unternehmensangaben reicht diese Menge aus, um rund 15 Prozent des gesamten brasilianischen Erdgasbedarfs zu decken. Dabei setzt Equinor auf ein emissionsarmes Förderschiff, das die CO2-Intensität auf geschätzte sechs Kilogramm pro Barrel begrenzen soll.

Frisches Kapital für die Nordsee

Auch im europäischen Raum stellt der Konzern wichtige finanzielle Weichen. Das Joint Venture Adura, eine Partnerschaft mit Shell, sicherte sich am Dienstag eine Kreditfazilität in Höhe von drei Milliarden US-Dollar. Die von 18 internationalen Banken bereitgestellten Mittel waren stark überzeichnet. Das Kapital fließt in die britische Nordsee, wo das Bündnis zehn produzierende Anlagen sowie Großvorhaben wie Rosebank und Jackdaw verwaltet.

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Flankiert wird diese Entwicklung im fossilen Bereich durch den jüngsten Kauf eines 230-Megawatt-Windparks in Brasilien, was die Diversifizierung des integrierten Energieportfolios unterstreicht.

Analysten passen Ziele an

Die operativen Fortschritte und das freundliche Branchenumfeld spiegeln sich in der Kursentwicklung wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier bereits ein beachtliches Plus von über 61 Prozent und ging am Dienstag bei 33,70 Euro aus dem Handel. Parallel dazu stützen kontinuierliche Aktienrückkäufe den Kurs. Allein in der vergangenen Woche erwarb das Unternehmen fast eine halbe Million eigene Anteile.

Mehrere Investmentbanken reagierten auf die jüngsten Entwicklungen mit neuen Einstufungen:
- Morgan Stanley: Hochstufung auf "Equal Weight" (Kursziel: 40,40 US-Dollar)
- UBS: Hochstufung auf "Neutral" (Kursziel: 410 NOK)

Mit dem Beginn der Bohrkampagne in Südamerika und der gesicherten Finanzierung im europäischen Raum festigt Equinor seine Basis für die kommenden Jahre. Das Management legt den Fokus nun auf die strikte Einhaltung der Kostendisziplin, um die anvisierten Produktionsziele für das Jahr 2028 planmäßig zu erreichen und langfristige Cashflows zu sichern.

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