Der norwegische Energiekonzern Equinor hat im abgelaufenen Geschäftsjahr so viel Öl und Gas auf dem heimischen Festlandsockel gefördert wie seit über 15 Jahren nicht mehr. Während die Umsätze stiegen und neue Felder erfolgreich ans Netz gingen, trübt ein deutlicher Gewinneinbruch das Gesamtbild. Verantwortlich dafür ist vor allem der norwegische Staat, der über ein spezielles Steuersystem massiv an den Einnahmen des Unternehmens mitverdient.

Hohe Abgaben belasten das Ergebnis

Ein Blick auf die Bilanz für 2025 zeigt eine klare Diskrepanz zwischen operativer Leistung und Nettogewinn. Zwar kletterte der Gesamtumsatz leicht auf 106,46 Milliarden US-Dollar, der ausgewiesene Überschuss schrumpfte jedoch von 8,8 Milliarden auf gut 5 Milliarden Dollar. Der Grund für diesen Rückgang liegt in einer enormen effektiven Steuerquote von 79,8 Prozent. Von den 20,5 Milliarden Dollar an gezahlten Ertragssteuern flossen allein 19,7 Milliarden Dollar direkt in die Kassen des norwegischen Staates. Das bereinigte Betriebsergebnis von 27,59 Milliarden Dollar belegt allerdings, dass das eigentliche Kerngeschäft in einem volatilen Preisumfeld äußerst robust lief.

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Neue Felder treiben das Wachstum

Die Basis für diese operativen Zahlen bildet eine Ausweitung der Fördermengen. Mit 2,137 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag steigerte Equinor die Gesamtproduktion um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblich für diesen Meilenstein war das erfolgreiche Hochfahren neuer Offshore-Felder wie Johan Castberg und Halten Øst. Auch abseits der fossilen Brennstoffe verzeichnete das Unternehmen Zuwächse: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg um 25 Prozent auf 3,67 Terawattstunden.

Geopolitik und Aktionärsrendite

Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management ein weiteres Produktionswachstum von rund drei Prozent an. Aktionäre sollen daran durch eine Quartalsdividende von 0,39 Dollar je Aktie sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Dollar beteiligt werden.

Die Vorlage der Geschäftszahlen fiel gestern mit einem sprunghaften Anstieg der globalen Energiepreise zusammen, ausgelöst durch Angriffe auf die Infrastruktur im Nahen Osten. In diesem von Angebotssorgen geprägten Umfeld kletterte der Kurs am Donnerstag exakt auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 35,20 Euro, was einem Zuwachs von über 68 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.

Da die europäische Energienachfrage unverändert hoch bleibt, festigt Norwegen seine Rolle als zentraler Versorger. Analysten gehen davon aus, dass die aktuellen geopolitischen Spannungen die Energiepreise vorerst auf einem erhöhten Niveau halten werden, wovon großkalibrige Produzenten mit stabilen Förderkapazitäten wie Equinor direkt profitieren dürften.

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