Saudi-Arabien hält weiter fest an Take-Two – ändert aber die Verpackung. Diese Woche wurde eine große Beteiligung nicht verkauft, sondern innerhalb des Staatsfonds umgeschichtet. Was steckt hinter dem Schritt, und was bedeutet er für andere Aktionäre?

Beteiligung wandert zu Savvy Games

Aus einer Pflichtmitteilung, die am 17. Februar veröffentlicht wurde, geht hervor: Der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) hat seine Take-Two-Position auf die Gaming-Tochter Savvy Games Group übertragen. Laut von Reuters zitierten LSEG-Daten geht es um rund 11 Millionen Aktien im Wert von knapp 3 Milliarden US-Dollar – damit zählt PIF zu den größten Anteilseignern.

Wichtig dabei: Es handelt sich ausdrücklich um eine interne Umstrukturierung. Savvy Games Group gehört vollständig dem PIF. Saudi-Arabien behält damit die wirtschaftliche Beteiligung an Take-Two unverändert, nur der formale Halter der Aktien ändert sich.

Warum dieser Schritt ins Bild passt

Die Übertragung ist Teil einer breiteren Bündelung von Gaming-Investments. Im Januar hatte PIF angekündigt, Gaming-bezogene Beteiligungen im Umfang von rund 12 Milliarden US-Dollar zu Savvy zu verlagern – darunter auch Anteile an Nintendo und Bandai Namco.

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Nach Abschluss dieser Konsolidierung dürfte Savvy an weiteren Spielefirmen beteiligt sein, darunter Koei Tecmo, NCSoft, Nexon und Square Enix. Dahinter steht die Vision-2030-Strategie Saudi-Arabiens, mit der das Land seine Wirtschaft breiter aufstellen will – und Savvy als zentrale Plattform für Investments in Publishing, E-Sports und Spieleentwicklung positioniert.

Take-Two: Investitionsphase trifft auf Kursdruck

Die Umschichtung fällt in eine Phase, in der Take-Two viel Geld in kommende Veröffentlichungen steckt. Anfang Februar meldete das Unternehmen für das dritte Geschäftsquartal „net bookings“ von 1,76 Milliarden US-Dollar und lag damit über der eigenen Prognosespanne. Gleichzeitig hob Take-Two den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an: Die „net bookings“ sollen nun bei 6,65 bis 6,7 Milliarden US-Dollar liegen. Unterm Strich arbeitet der Konzern laut Bericht jedoch weiterhin mit Nettoverlust, weil die Entwicklungsausgaben hoch sind.

An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage wider: Auf 30 Tage gerechnet liegt die Aktie trotz eines leichten Anstiegs in der letzten Woche deutlich im Minus (aktuell rund -16,72%). Anleger scheinen damit kurzfristige Profitabilitätsfragen stärker zu gewichten als die Pipeline-Fantasie.

Zum Kern der Meldung bleibt aber: Für andere Anteilseigner ändert sich praktisch wenig – die rund 11 Millionen Aktien bleiben im saudischen Einflussbereich, nur gebündelt unter Savvy als spezialisierter Gaming-Holding.

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