Palantir spaltet derzeit die Marktteilnehmer wie kaum ein anderer Wert an der Wall Street. Starke Wachstumszahlen und eine optimistische Analysteneinschätzung stehen massiver Kritik an der Unternehmensführung gegenüber. Während Experten von Mizuho Securities enormes Aufwärtspotenzial sehen, warnt Star-Investor Michael Burry vor erheblichen Risiken und übt scharfe Kritik an den Ausgaben des Managements.

Analysten sehen massive Chancen

Trotz eines Kursrückgangs von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn gibt es starke Fürsprecher für den Datenanalyse-Spezialisten. Mizuho Securities hat die Einstufung auf "Outperform" gesetzt und das Kursziel auf 195 US-Dollar angehoben. Die Analysten begründen diesen Optimismus mit der einzigartigen Positionierung von Palantir im Softwaresektor.

Als zentraler Wachstumstreiber gilt die rasante Verbreitung der "Artificial Intelligence Platform" (AIP). Diese schlägt sich bereits deutlich in den Büchern nieder: Im vierten Quartal 2025 wuchs der Gesamtumsatz um rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,41 Milliarden Dollar. Besonders das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden – ein wichtiger Indikator für die Akzeptanz im Privatsektor – legte mit einem Plus von 137 Prozent überdurchschnittlich zu.

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Kritik an Kostenexplosion

Doch die operative Stärke wird von Governance-Bedenken überschattet. Michael Burry, bekannt durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt ("The Big Short"), hat eine Short-Position gegen Palantir offengelegt. Sein Hauptkritikpunkt zielt auf die Ausgabenpolitik: Laut aktuellen Berichten gab das Unternehmen im Jahr 2025 rund 17,2 Millionen Dollar für die private Flugzeugnutzung von CEO Alex Karp aus – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (7,7 Millionen Dollar).

Burry bewertet diese Kosten als exzessiv und sieht die Aktie technisch wie fundamental als überbewertet an. Er prognostiziert ein mögliches Abwärtsrisiko bis in den Bereich von 50 bis 60 US-Dollar. Damit stehen sich am Markt zwei extrem unterschiedliche Bewertungen gegenüber.

Neuer Hauptsitz bestätigt

Abseits der Bewertungsfragen schafft der Konzern fakten bei der Standortwahl. Am Dienstag bestätigte Palantir offiziell den Umzug des Hauptsitzes von Denver, Colorado, nach Miami, Florida. Damit folgt das Unternehmen dem Trend vieler Technologiefirmen und avanciert sofort zu einem der gewichtigsten Unternehmensanker in Südflorida.

Die Diskrepanz zwischen der operativen Effizienz – unterstrichen durch einen "Rule of 40"-Wert von 127 Prozent – und der Kritik an der Governance bleibt das bestimmende Thema. Ob sich die Aktie dem pessimistischen Szenario von Burry beugt oder dem optimistischen Ziel von Mizuho folgt, dürfte von der Kostendisziplin in den kommenden Quartalen abhängen.

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