AppLovin Aktie: SEC ermittelt weiter
Die AppLovin-Aktie hat sich in den vergangenen beiden Handelstagen spürbar erholt – trotz laufender SEC-Ermittlungen und anhaltender Attacken von Short-Sellern. Der Ad-Tech-Konzern steht unter Druck: Einerseits liefert er starke Quartalszahlen, andererseits wächst die Unsicherheit über regulatorische Risiken und die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells.
Starke Zahlen, schwache Kursentwicklung
AppLovin hat im vierten Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 3,24 US-Dollar erzielt – knapp 10 Prozent über den Erwartungen. Der Umsatz kletterte um 66 Prozent auf 1,66 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen Erlöse von 5,48 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 70 Prozent. Der Free Cashflow im vierten Quartal betrug 1,31 Milliarden US-Dollar, die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 84 Prozent.
Für das erste Quartal 2026 stellt AppLovin Umsätze zwischen 1,745 und 1,775 Milliarden US-Dollar in Aussicht – ein sequenzielles Wachstum von 5 bis 7 Prozent. Trotz dieser Prognose reagierten Anleger zurückhaltend. Am 12. Februar 2026 brach die Aktie um knapp 20 Prozent ein, obwohl die Zahlen die Schätzungen übertrafen. Vom Dezember-Hoch bei 733,60 US-Dollar ist der Titel inzwischen rund 49 Prozent entfernt.
SEC-Untersuchung belastet
Die US-Börsenaufsicht SEC untersucht laut eigenen Angaben weiterhin Vorwürfe gegen AppLovin. Im Oktober 2025 hatte Bloomberg erstmals über Ermittlungen berichtet. Der Verdacht: AppLovin soll gegen Verträge mit Plattformpartnern verstoßen haben, um gezielter Werbung auszuspielen. Die Untersuchung geht auf eine Whistleblower-Beschwerde und mehrere Short-Seller-Berichte zurück.
Die SEC lehnte es ab, interne Korrespondenz über AppLovin offenzulegen. Als Begründung nannte die Behörde, dass Betroffene sonst Beweise manipulieren, Zeugen beeinflussen oder Dokumente vernichten könnten. Sollte die Untersuchung zu dem Ergebnis kommen, dass AppLovin gegen Wertpapierregeln oder Partnervereinbarungen verstoßen hat, drohen Geldstrafen, strengere Datenschutzauflagen oder Anpassungen bei der Messung und Berichterstattung von Werbeleistung.
Fronten zwischen Short-Sellern und Institutionellen
AppLovin sieht sich seit Monaten einer Welle von Short-Seller-Attacken ausgestellt. Muddy Waters, Fuzzy Panda und Culper Research haben kritische Berichte veröffentlicht, die CEO Adam Foroughi zurückgewiesen hat. Der Short-Seller CapitalWatch entschuldigte sich für falsche Behauptungen über einen AppLovin-Aktionär, hielt aber an seiner skeptischen Einschätzung der Finanzzahlen fest.
Auf der anderen Seite steht TD Asset Management, das seine Position im dritten Quartal um 25,4 Prozent ausgebaut hat. Morningstar stuft AppLovin als „hochvolatilen Titel" ein, den Top-Fondsmanager zuletzt vermehrt gekauft haben. Die Stimmung bleibt gespalten: Starke operative Kennzahlen treffen auf regulatorische Bedenken und Fragen zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Meta und Google.
KI-Werbeengine als Hoffnungsträger
Laut Morningstar hängt das weitere Wachstum maßgeblich davon ab, ob AppLovin seine KI-gestützte Werbetechnologie weiterentwickeln kann. Fortschritte bei KI-generierten Werbetexten könnten zusätzliche Werbebudgets anziehen. Gleichzeitig bereitet AppLovin Berichten zufolge den Start einer neuen Social-Media-Plattform vor, die mit Meta, TikTok und Snap konkurrieren soll.
Die nächsten Monate dürften entscheidend sein. Solange der Ausgang der SEC-Ermittlungen offen ist, bleibt die Aktie anfällig für weitere Turbulenzen. Auch die Konkurrenz schläft nicht: The Trade Desk senkte kürzlich seine Umsatzprognose, was Sorgen über eine Abschwächung der Werbenachfrage im gesamten Sektor schürte.
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