Novo Nordisk hat diese Woche die Preise für seine Abnehm- und Diabetesmedikamente in den USA drastisch gesenkt – um bis zu 50 Prozent. Die Ankündigung des dänischen Rivalen sorgte für Unruhe unter Anlegern und ließ auch die Eli Lilly-Aktie kurzzeitig nachgeben. Doch hält der Druck stand?

Novo senkt Listenpreise massiv

Am 24. Februar kündigte Novo Nordisk an, die Großhandelspreise für Wegovy, Ozempic und Rybelsus ab Januar 2027 auf einheitliche 675 Dollar pro Monat zu senken. Das entspricht einem Preisrückgang von 50 Prozent bei Wegovy und 34 Prozent bei Ozempic. Zum Vergleich: Eli Lillys Zepbound kostet derzeit 1.086 Dollar im Monat.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Eli Lilly-Aktie verlor am Tag der Bekanntgabe rund zwei Prozent und rutschte am Folgetag weitere 1,1 Prozent ab.

Analysten sehen keinen Grund zur Sorge

Die Bank of America bewertete den Schritt von Novo Nordisk noch am selben Tag und kam zu einem klaren Ergebnis: Die Preissenkung dürfte den US-Markt für GLP-1-Medikamente kaum beeinflussen. Die Maßnahme ziele hauptsächlich darauf ab, die Eigenanteile für Patienten zu senken – dort, wo diese auf Basis der Listenpreise berechnet werden.

Entscheidend ist: Die Kürzung betrifft nur die veröffentlichten Großhandelspreise, nicht die tatsächlichen Nettopreise nach Rabatten, die das US-Geschäft bestimmen. Selbst Novo erklärte, dass der Schritt isoliert betrachtet keine Auswirkungen auf die Nettoumsätze haben sollte.

Eli Lilly baut Vorsprung aus

Während der Konkurrent mit Preissenkungen versucht, den Druck auf Patienten zu mildern, setzte Eli Lilly diese Woche mehrere offensive Signale:

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Am 23. Februar genehmigte die FDA einen neuen Mehrdosis-Pen für Zepbound. Das Gerät enthält vier Dosen und deckt damit einen ganzen Monat ab – zum Einstiegspreis von 299 Dollar für die niedrigste Dosierung über LillyDirect.

Zeitgleich enttäuschte Novos Hoffnungsträger CagriSema in einer Phase-III-Studie. Das neue Medikament blieb hinter Eli Lillys Tirzepatid zurück, was die Führungsposition von Lilly im Adipositas-Segment weiter festigte.

Mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent bei GLP-1-Medikamenten in den USA dominiert Eli Lilly ohnehin bereits das Segment.

Pipeline zeigt Breite

Jenseits der Abnehmpräparate veröffentlichte Eli Lilly am 19. Februar Langzeitdaten zur Phase-III-Studie VIVID-2. Über 90 Prozent der Morbus-Crohn-Patienten, die nach einem Jahr eine steroidfreie Remission erreicht hatten, behielten diese Kontrolle über drei Jahre unter Behandlung mit Omvoh bei.

Zusätzlich erweitert die im Februar angekündigte Übernahme von Orna Therapeutics für 2,4 Milliarden Dollar die Fähigkeiten des Konzerns im Bereich CAR-T-Zelltherapie für Autoimmunerkrankungen.

Zahlen bleiben robust

Im vierten Quartal 2025 steigerte Eli Lilly den Umsatz um 42,6 Prozent auf 19,29 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen von 17,85 Milliarden deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 7,54 Dollar – ebenfalls über der Konsensschätzung von 7,48 Dollar. Für 2026 peilt der Konzern einen Gewinn zwischen 33,50 und 35,00 Dollar je Aktie an.

Ausblick: Preisdruck trifft auf Innovationsstärke

Die kurzfristige Nervosität nach Novos Ankündigung ist verständlich, doch die tatsächlichen Auswirkungen auf Eli Lillys Geschäft bleiben unklar. Solange Nettopreise und Erstattungsvereinbarungen stabil bleiben, dürfte der Konzern seine Position kaum gefährdet sehen. Mit einer breiten Pipeline, Marktführerschaft bei GLP-1-Präparaten und solidem Wachstum bleibt Eli Lilly ein zentraler Akteur im Pharma-Sektor.

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