Das Ringen um die Vorherrschaft im lukrativen Markt für Abnehm-Medikamente hat eine entscheidende Wendung genommen. Während der dänische Rivale Novo Nordisk mit seinem Hoffnungsträger CagriSema enttäuschte, ging Eli Lillys Zepbound im direkten Vergleich als klarer Sieger hervor. Die Machtverhältnisse verschieben sich damit deutlich zugunsten des US-Pharmariesen, was Anleger nun honorieren.

Der direkte Vergleich

Auslöser der jüngsten Marktbewegung waren klinische Daten einer direkten Vergleichsstudie. Novo Nordisk musste am Montag offenbaren, dass Patienten mit ihrem neuen Kombinationspräparat CagriSema nach 84 Wochen lediglich einen Gewichtsverlust von 23 Prozent erzielten. Eli Lillys Wirkstoff Tirzepatid – die Basis von Zepbound – erreichte im selben Zeitraum hingegen eine Gewichtsreduktion von 25,5 Prozent.

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Für den Wettbewerber aus Dänemark wiegt dieses Ergebnis schwer, da das eigene Nachfolgeprodukt nicht einmal die aktuellen Leistungsdaten von Lillys Zepbound übertreffen konnte. Analysten der Deutschen Bank kommentierten, dass sich der Markt nun voraussichtlich um das Portfolio von Eli Lilly konsolidieren wird. Experten von Barclays merkten zudem an, dass der Konkurrenz im Kampf um Marktanteile kaum noch Argumente außer dem Preis bleiben.

Marktanteile und Innovation

Die operative Dominanz der Amerikaner spiegelt sich bereits in den Zahlen wider. Im vierten Quartal 2025 kletterte Lillys Marktanteil im US-Bereich für Adipositas und Diabetes auf 60,5 Prozent, ein Anstieg um 2,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal.

Um diese Position zu festigen, verbessert der Konzern auch die Anwendung für Patienten. Mit der Einführung des neuen "KwikPen" bringt Lilly ein Multi-Dosis-Gerät auf den Markt, das vier Wocheninjektionen in einem einzigen Pen vereint. Dies vereinfacht die Handhabung erheblich im Vergleich zu den bisherigen Einzel-Injektionen, während der monatliche Preis für die Einstiegsdosis stabil bei 299 US-Dollar bleibt.

Ausblick: Nächster Meilenstein im April

Der Blick richtet sich nun auf das Frühjahr. Im April wird die FDA-Entscheidung für das orale Abnehm-Medikament Orforglipron erwartet. Lilly hat hierfür bereits Lagerbestände im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar aufgebaut, was die Zuversicht des Managements unterstreicht. Mit einer Umsatzprognose von bis zu 83 Milliarden US-Dollar für das Geschäftsjahr 2026 signalisiert der Konzern weiterhin aggressives Wachstum, ungeachtet kurzfristiger Kursschwankungen wie dem heutigen leichten Rückgang auf 893,80 Euro.

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