Der Pharmariese Eli Lilly ruht sich nicht auf seinem Status als erstes Billionen-Dollar-Unternehmen der Branche aus. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference bestätigte CEO David Ricks nun den konkreten Zeitplan für die sehnlichst erwartete Abnehmpille Orforglipron. Während die Verkaufszahlen der Spritzen Mounjaro und Zepbound bereits Rekorde brechen, bereitet der Konzern nun den nächsten strategischen Angriff auf den Rivalen Novo Nordisk vor.

Zeitplan für die "Abnehmpille" steht

Der Fokus liegt jetzt auf dem zweiten Quartal 2026. Bis dahin soll die US-Arzneimittelbehörde FDA über die Zulassung von Orforglipron entscheiden. Laut Ricks läuft die Prüfung unter einem Prioritätsprogramm ("National Priority"), was das Verfahren deutlich beschleunigen dürfte.

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Dieser Zeitplan ist strategisch brisant: Ab April 2026 öffnet sich das US-Gesundheitsprogramm Medicare breiter für Adipositas-Medikamente. Eine Zulassung im zweiten Quartal würde Lilly erlauben, diesen gigantischen Markt mit einer einfach einzunehmenden Tablette direkt zu bedienen. Damit zieht der US-Konzern im oralen Segment nach, in dem Novo Nordisk erst vergangene Woche seine eigene Tablette lanciert hat.

Direktvertrieb als Wachstumstreiber

Neben der Pipeline glänzt Lilly mit einer ungewöhnlich erfolgreichen Vertriebsstrategie. Die Plattform "Lilly Direct" zählt mittlerweile rund eine Million Nutzer pro Monat, die Medikamente direkt beim Hersteller beziehen.

Ricks betonte, dass die über diesen Kanal verkauften Durchstechflaschen (Vials) bereits das zweitmeistverkaufte Adipositas-Produkt des Konzerns sind – direkt nach dem Bestseller Zepbound im Auto-Injektor. Dieser Schritt umgeht klassische Engpässe im Gesundheitssystem und scheint die Patientenbindung massiv zu erhöhen.

KI-Allianz und Zukäufe

Auch technologisch rüstet der Konzern auf. Nur zwei Tage vor der Präsentation kündigte Lilly eine Partnerschaft mit dem Chip-Giganten Nvidia an. Ziel ist ein gemeinsames KI-Labor, um die Medikamentenentwicklung durch Nvidias Rechenpower zu beschleunigen.

Gleichzeitig stärkt Lilly sein Portfolio durch Zukäufe: Die Übernahme von Ventyx Biosciences für 1,2 Milliarden US-Dollar bringt vielversprechende orale Therapien gegen Entzündungskrankheiten ein. Analysten bewerten den Deal zwar als finanziell kaum spürbar für den Riesen, sehen aber eine sinnvolle strategische Ergänzung zur bestehenden Stoffwechsel-Sparte.

Die Aktie konsolidierte zuletzt und notiert mit rund 1.077 US-Dollar leicht unter ihrem 52-Wochen-Hoch, was auch den extrem hohen Erwartungsdruck des Marktes widerspiegelt.

Ausblick: Zahlen und Zulassung

Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 4. Februar 2026, wenn Lilly die Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Hier wird sich zeigen, ob die Produktionskapazitäten mit der immensen Nachfrage Schritt halten können. Die eigentliche Weichenstellung erfolgt jedoch im Frühjahr mit dem FDA-Urteil zu Orforglipron. Goldman Sachs Analysten trauen Lillys Tablette langfristig einen Marktanteil von 60 Prozent im oralen Segment zu, da sie gegenüber der Konkurrenz potenzielle Vorteile bei der Aufnahme und den Ernährungsregeln bietet.

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