Christian Sewing schlägt Alarm. Der Chef der größten deutschen Bank zeichnet ein düsteres Bild für den Wirtschaftsstandort Deutschland – und das hat auch direkte Auswirkungen auf sein eigenes Institut. „Ohne tiefgreifende Reformen riskieren wir, dass das Potenzialwachstum in Deutschland bis Ende des Jahrzehnts auf null sinkt", warnte Sewing bei einem Empfang in Berlin. Eine strukturelle Stagnation drohe, bei der jeder kleine Rückschlag zur Rezession führen würde.

Die Botschaft ist klar: Stagniert die Wirtschaft, stagniert auch das Geschäft der Banken. Für die Deutsche Bank, die stark im deutschen Mittelstand verwurzelt ist, wäre eine Wachstumsflaute Gift. Sewings Warnungen kommen nicht von ungefähr – als Chef des größten deutschen Geldhauses spürt er den Gegenwind womöglich früher als andere.

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Work-Life-Balance als Wachstumsbremse?

Besonders deutlich wurde Sewing bei seiner Analyse der Ursachen. Die Deutschen würden schlicht zu wenig arbeiten im internationalen Vergleich. „Work-Life-Balance ist wichtig. Aber sie darf nicht zur Ausrede für weniger Ehrgeiz werden", so der Bankchef. Eine stärkere Leistungsmentalität sei dringend nötig – ein Statement, das für Diskussionen sorgen dürfte.

Die Deutsche Bank selbst ist im internationalen Wettbewerb täglich mit amerikanischen und asiatischen Konkurrenten konfrontiert, bei denen andere Arbeitszeiten herrschen. Sewing fordert mehr private Initiative und deutlich höheres Tempo bei Reformen. Nur so könne Deutschland wettbewerbsfähig bleiben.

Politische Risiken im Blick

Mit fünf Landtagswahlen in 2026 vor der Tür warnt Sewing auch vor politischen Folgen einer schwachen Wirtschaft. Ein weiteres Erstarken populistischer Kräfte wäre „eine schwere Belastung – für unsere demokratischen Institutionen ebenso wie für unsere Wirtschaft". Die Deutsche Bank ist auf Offenheit und ein geeintes Europa angewiesen – protektionistische Tendenzen könnten das Geschäftsmodell empfindlich treffen.

Als zentrale Hebel nannte Sewing die Vollendung des europäischen Binnenmarkts, mehr Freihandelsabkommen sowie eine radikale Reformagenda. Dazu zähle mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, eine Rentenreform und schnelle Steuerentlastungen für Unternehmen. Ob die Politik liefert, wird sich zeigen – für die Deutsche Bank steht einiges auf dem Spiel.

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