Der Silberpreis erlebt derzeit eine dramatische Achterbahnfahrt. Während die militärische Eskalation im Nahen Osten das Edelmetall zunächst auf über 95 US-Dollar trieb, sorgen nun ein starker US-Dollar und Ängste vor einer strafferen Geldpolitik für einen abrupten Absturz. Ist dieser Rücksetzer das Ende der Rally oder nur eine scharfe Korrektur im Aufwärtstrend?

Geopolitik trifft auf Marktrealität

Zum Wochenstart reagierte der Markt panisch auf die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie den Tod von Ayatollah Ali Khamenei. Silber schoss kurzzeitig um fast 2 Prozent nach oben. Doch die anfänglichen Safe-Haven-Käufe wurden schnell von einer Welle der Gewinnmitnahmen überrollt.

Am Dienstagmorgen notierte die Unze nur noch bei rund 82,46 US-Dollar – ein massiver Einbruch gegenüber den Höchstständen, auch wenn das Niveau immer noch weit über den Vorjahreswerten liegt. Marktbeobachter sprechen von einem klassischen „De-Risking“: Händler liquidieren profitable Positionen im Edelmetallsektor, um Verluste an den fallenden Aktienmärkten auszugleichen.

Die Straße von Hormuz und der Dollar

Ein zentraler Belastungsfaktor ist die faktische Schließung der Straße von Hormuz. Da etwa 20 Prozent der weltweiten Energieflüsse durch dieses Nadelöhr laufen, drohen die Ölpreise zu explodieren. Dies befeuert die Inflationserwartungen in den USA massiv.

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Die Folge ist ein Dilemma für Silberanleger: Höhere Inflation könnte die US-Notenbank dazu zwingen, die Zinsen länger hoch zu halten oder sogar weiter zu straffen. Dies treibt die Renditen für US-Staatsanleihen und stärkt den Dollar. Da Silber keine Zinsen abwirft und in Dollar gehandelt wird, wirkt diese Kombination wie Gift für den Kurs und überlagert derzeit den Status als Krisenwährung.

Fundamentales Defizit bleibt bestehen

Abseits der geopolitischen Hektik bleibt die strukturelle Angebotssituation angespannt. Der Silbermarkt steuert auf das fünfte Defizitjahr in Folge zu, mit einer kumulierten Unterversorgung von voraussichtlich 820 Millionen Unzen bis Ende 2026.

Die Minenproduktion stagniert bei rund 813 Millionen Unzen. Ein konkretes Warnsignal liefert der Bergbaukonzern Fresnillo: Trotz der hohen Preise senkte das Unternehmen seine Produktionsziele für das laufende Jahr deutlich auf 42 bis 46,5 Millionen Unzen. Gleichzeitig verschlingt die Photovoltaikindustrie jährlich über 230 Millionen Unzen, was den physischen Markt weiter austrocknet.

Fazit und Ausblick

Trotz des jüngsten Rücksetzers liegt Silber im laufenden Jahr immer noch rund 16 Prozent im Plus. J.P. Morgan Research prognostiziert für 2026 einen Durchschnittspreis von 81 US-Dollar je Unze. Anleger müssen sich angesichts der Gemengelage aus Kriegsangst und Zins-Sorgen jedoch auf eine anhaltend extreme Volatilität einstellen, bei der Silber historisch bedingt noch stärker ausschlägt als Gold.

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